Russland und Ukraine erklären Gasstreit für beendet

Kiew/Moskau. Russland und die Ukraine haben ihren Gasstreit beigelegt, der europaweit zu massiven Lieferausfällen geführt hat. Damit könne bald wieder russisches Gas nach Europa strömen, teilten Russlands Präsident Wladimir Putin und seine ukrainische Amtskollegin Julia Timoschenko in der Nacht mit.

Russland und die Ukraine haben ihren Gasstreit nach mehr als zwei Wochen für beendet erklärt. Der Durchbruch wurde in der Nacht zum Sonntag bei einem Gipfeltreffen der beiden Ministerpräsidenten Wladimir Putin und Julia Timoschenko in Moskau erzielt. Damit wurden auch die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Lieferungen in die EU geschaffen.

Putin sagte, für die Belieferung der Ukraine sei ein Preis vereinbart worden, der 20 Prozent unter den europäischen Marktpreisen liege. Die EU-Kunden zahlen etwa 450 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas, während die Ukraine bisher nur 179,50 Dollar zahlen musste. Vor dem Scheitern der Gespräche am Silvestertag hatte Russland der Ukraine einen Preis von 250 Dollar angeboten, was die Ukraine damals aber abgelehnt hatte.

Die ukrainische Regierungschefin Timoschenko sagte, die Belieferung werde aufgenommen, sobald der Vertrag zwischen den beiden staatlichen Versorgungsunternehmen unterzeichnet sei. Beide Seiten erzielten auch eine Vereinbarung zu dem Preis, den Russland der Ukraine für ihre Transitleistungen zahlt. Russland hatte die Erdgaslieferungen in die Ukraine am 1. Januar gestoppt. Am 7. Januar wurde auch der Erdgastransit in die EU-Länder eingestellt. (rtr/ap)

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