Rückhaltebecken soll

Friedrich Westerhoff
Bauarbeiten an der Speckenstrasse. Foto: Friedrich Westerhoff
Bauarbeiten an der Speckenstrasse. Foto: Friedrich Westerhoff
Foto: Friedrich Westerhoff

Bönen.  Effektiv ist der Zustand eher nicht. Schön anzusehen ist er allemal. Ein mit dunklen Wolken verhängter Himmel, der dann und wann durch ein paar kleine Sonnenstrahlen aufgelockert erscheint, macht es möglich: Wer in den späten Nachmittagsstunden den Schwarzen Weg in Richtung Kamener Straße in Bönen begeht beziehungsweise durchfährt, der kann dann und wann an diesem Natur nahen Bereich ein Natur-Schauspiel von höchstem Wert erleben.

300 000 Tonnen Erde zu Deichen aufgetürmt

Der starke Regenfall der vergangenen Tage hat die Landschaft, die durch den Bau der Rückhaltebecken an dieser Stelle nachhaltig verändert wurde, zu einer Wasserlandschaft werden lassen.

Dort hat sich eine wahre (Bönener-)Seenplatte entwickelt, die im schimmernden Abendlicht einen besonderen mystischen Eindruck hinterlässt. Ein seltenes Bild. Gut für die dort Vorbeikommenden. Schlecht für diejenigen, die hier täglich unter schwersten Bedingungen und Termindruck den Arbeitsfortschritt zu leisten und verantworten haben.

Um den Hochwasserschutz auch nach der naturnahen Umgestaltung der Seseke sicherzustellen und möglichst noch zu verbessern, legt der Lippeverband aktuell ein zweiteiliges Wasser-Rückhaltebecken im Bereich der Kamener Straße/Speckenstrasse/Schwarzer Weg mit einem Gesamtvolumen von rund 340 000 Kubikmetern am Zusammenfluss der Seseke mit der „kleinen Seseke“ in Bönen an. Die beiden Gewässer fließen künftig durch das Rückhaltebecken, das von sanften Deichen umgeben wird.

Zur Aufschüttung der Deiche werden insgesamt rund 300 000 Tonnen Erde benötigt. Bei den derzeitigen Wetterbedingungen beeinträchtigten Schmutz und Schlamm auf den Wegen und Straßen und auf der Baustelle diesen Bereich im besonderen Maße. Der ein oder andere kehrt schmutzigen Fußes nach Hause zurück. Trotz der eingesetzten Reinigungsfahrzeuge, die den Schmutz gar nicht so schnell entfernen können wie er entsteht.

Beeinträchtigt sind natürlich auch die Arbeiten und Termine auf der Großbaustelle. Der ursprüngliche Fertigstellungstermin 2011 ist nicht zu halten. Bis ca. Mitte 2012 soll das Projekt in Bönen nach neuesten Erkenntnissen abgeschlossen sein. Dann solle die Seseke als Gewässer zurück kehren.