Prozess gegen „rechten“ Brandstifter

Gemeindevorsitzender Isa Altin zeigte im Juli 2011 die Schäden in der Darul Erkam Moschee,die durch Brandstiftung entstanden sind. Foto: Bodo Kürbs
Gemeindevorsitzender Isa Altin zeigte im Juli 2011 die Schäden in der Darul Erkam Moschee,die durch Brandstiftung entstanden sind. Foto: Bodo Kürbs
Foto: Bodo Kürbs

Bergkamen..  Es ist sicherlich nur ein dummer Zufall, dass der Prozess gegen Dirk N. und seinen Kumpel Stefan S. (Namen geändert) am 20. April beginnt - am Hitler-Geburtstag. Dirk N. wird der Termin wahrscheinlich gefallen. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft soll er der rechten Szene nahestehen. Auch soll er Mitglied der Neonazi-Gruppe „Nationaler Widerstand“ gewesen sein.

Im Sommer des vergangenen Jahres sorgten der damals 23 Jahre alte N. und sein Freund mit mehreren Brandstiftungen für Aufregung in Bergkamen. Die beiden werden verdächtigt, neben zahlreichen Mülltonnen und Containern auch den Bau einer Moschee mutwillig in Brand gesteckt zu haben. Zudem brannte es zweimal in einem Wohnhaus an der Hubert-Biernat-Straße, in dem zahlreiche ausländische Mitbürger, aber auch N. selbst lebten.

Ob die Anschläge tatsächlich politisch motiviert waren, ist bisher nicht erwiesen. Doch da das Fernsehen genau in diesem Zusammenhang bundesweit über die Brände berichtete, gelangte Bergkamen zu trauriger Berühmtheit.

Wegen schwerer Brandstiftung stehen die beiden jungen Männer nun ab dem 20. April vor dem Landgericht Dortmund. Es sind mehrere Verhandlungstage vorgesehen.

 
 

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