„Projekt Heimat. Die Vögel“

DerWesten

Schwerte. Zu ihrem 25. Geburtstag veranstaltet die Nordrhein-Westfalen-Stiftung in diesem Jahr eine Jubiläumstour mit landesweit 25 Veranstaltungen. Eine Station ist am 26. und 27. August die Rohrmeisterei in Schwerte.

Im Rahmen des Festivals „Welttheater der Straße“ wird das Westfälische Landestheater am Samstag, den 27. August, um 20 Uhr im Landschaftspark der Rohrmeisterei das Stück „Projekt Heimat. Die Vögel“ aufführen. Das Westfälische Landestheater inszeniert dieses Stück rund um die Schwierigkeiten und Chancen von Menschen mit Migrationshintergrund in Kooperation mit der NRW-Stiftung. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Die NRW-Stiftung ist an beiden Tagen von 17 bis 24 Uhr mit einem großen Infostand und ihrem Tourbus an der Rohrmeisterei um über ihre Arbeit zu informieren und um Unterstützung für ihren Förderverein zu werben.

Die Rohrmeisterei wurde bewusst als Aufführungsort für das neue Theaterstück gewählt, denn auch hier konnte die NRW-Stiftung helfen. Sie förderte maßgeblich den Umbau der alten Schwerter Pumpstation zu einem Bürger- und Kulturzentrum. „Zu unserem Jubiläum besuchen wir die Regionen des Landes, um anhand von konkreten Förderbeispielen zu zeigen, was in den vergangenen Jahren mit Hilfe der NRW-Stiftung erreicht werden konnte“, so Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung. Unter dem Motto „Schütze, was Du liebst“ wolle man mit der Tour zugleich um neue Mitglieder für den Förderverein, um Spenden und Unterstützung für weitere Projekte werben. Vor dem Hintergrund, dass nahezu ein Viertel der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens eine Migrationsgeschichte hat, werde sich die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die „Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege“ als Aufgaben in ihrem Namen verankert hat, im Jubiläumsjahr und auch darüber hinaus mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

„Ohne Heimat sein, heißt leiden“

Das neue Theaterstück thematisiert den Begriff „Heimat“ und das Heimatgefühl von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. „Heimat ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis“, sagt dazu Christian Scholze vom Westfälischen Landestheater, der sich schon häufig mit dem Thema Migration auseinandergesetzt hat. Er zitiert hierzu den russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski, der schon im 19. Jahrhundert feststellte: „ ‚Ohne Heimat sein, heißt leiden‘.“ Eingebettet in Aristophanes Komödie „Die Vögel“ erzählen in dem Stück mehrere Personen über ihr Leben, ihre Erfahrungen und über Probleme und Schwierigkeiten des „Migrant-Seins“ in Deutschland.