Pro NRW und Republikaner treten zusammen an

2009 hat Pro NRW durch einen „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln auf sich aufmerksam gemacht. Zu den Forderungen der Partei zählt ein europaweites Minarett-Verbot. Foto: ddp
2009 hat Pro NRW durch einen „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln auf sich aufmerksam gemacht. Zu den Forderungen der Partei zählt ein europaweites Minarett-Verbot. Foto: ddp
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Leverkusen.. „Pro NRW“ und „Republikaner“ rücken näher zusammen. Die beiden rechten Parteien wollen spätestens zur Europawahl 2014 gemeinsam antreten. Sie buhlen zudem um die Gunst gleichgesinnter Gruppierungen.

Die rechten Parteien „Pro NRW“ und „Republikaner“ wollen künftig stärker zusammenarbeiten. 2011 wolle man mit gemeinsamen Großveranstaltungen in Stuttgart und Köln die enge Zusammenarbeit untereinander und mit politischen Partnern in Europa weiter intensivieren, teilten die Parteivorsitzenden Markus Beisicht (Pro NRW) und Rolf Schlierer (Republikaner) nach einem Treffen in Stuttgart mit. „Als Ziel fassen wir den gemeinsamen bundesweiten Wahlantritt in neuer Formation spätestens zur Europawahl 2014 ins Auge.“ Die Parteien laden zudem gleichgesinnte Gruppierungen ein, sich dem Bündnis anzuschließen.

„Gefahr für die Demokratie“

Die Rechten rücken auch andernorts näher zusammen. Am Samstag hat ein Parteitag der rechtsextremen NPD in Hohenmölsen sich mehrheitlich für eine Fusion mit der DVU ausgesprochen. Die DVU muss dem Zusammengehen auf ihrem Parteitag Ende November ebenfalls noch zustimmen, anschließend soll eine Urabstimmung unter den Mitgliedern der beiden Parteien abgehalten werden. Die neue Partei soll „NPD - Die Volksunion“ heißen.

In Nordrhein-Westfalen wird Pro NRW vom Verfassungsschutz beobachtet. Der ehemalige Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP) bezeichnete die Regionalpartei als „Gefahr für die Demokratie“. Vermischt mit ausgrenzenden fremdenfeindlichen Parolen verteufele sie den Islam und schüre bei den Menschen bewusst Sorgen vor Überfremdung. Eine Einschätzung, die das neue NRW-Innenministerium teile, sagte Sprecher Wolfgang Beus gegenüber DerWesten. (meb/dapd)

 
 

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