Prinz William schenkt Kate Dianas Verlobungsring - Hochzeit 2011

Prinz William und Kate Middleton erklärten ihre Verlobung öffentlich vor der Presse. Die Hochzeit soll 2011 stattfinden. Foto: afp
Prinz William und Kate Middleton erklärten ihre Verlobung öffentlich vor der Presse. Die Hochzeit soll 2011 stattfinden. Foto: afp
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Lange war spekuliert worden, nun ist es öffentlich bestätigt: Prinz William heiratet seine langjährige Freundin Kate Middleton. Die Hochzeit soll nächstes Jahr in London stattfinden - 30 Jahre nach der Heirat von Charles und Diana.

London.. Er hat gezaudert und gezögert, geschwiegen und gedruckst - nun endlich traut sich Prinz William: Der 28-Jährige wird nächstes Jahr seine langjährige Freundin Kate Middleton heiraten. Damit wird für die Tochter eines Piloten und einer Stewardess ein Kindheitstraum wahr: Schon als Mädchen hatte sie sich ein Poster von William beim Polospielen in ihr Zimmer gehängt. Nun bekommt Kate ihren Traumprinzen - und Monarchie-Fans in aller Welt fiebern genau 30 Jahre nach der Traumhochzeit von Williams Eltern Charles und Diana wieder einem royalen Großereignis entgegen, wie es nur sehr wenige gibt.

“Prinz William und Miss Middleton haben sich im Oktober während eines privaten Urlaubs in Kenia verlobt. Prinz William hat die Queen und andere nahe Familienmitglieder informiert“, gab das Büro von Prinz Charles im höfisch-trockenen Stil am Dienstag bekannt. Die Hochzeit solle im Frühjahr oder Sommer in London stattfinden - also fast zehn Jahre nach dem ersten Treffen der beiden.

William gab seiner zukünftigen Frau Kate den Verlobungsring seiner verstorbenen Mutter, Prinzessin Diana. Bei dem Ring handele es sich um einen ovalförmigen Saphir, der von Diamanten umgeben sei, teilte ein Sprecher von Prinz Charles am Dienstag in London mit.

Die Queen erklärte, sie sei „absolut entzückt“ und freue sich für die beiden. Auch Premier David Cameron zeigte sich hocherfreut und wünschte dem Brautpaar schon jetzt „viel Freude im gemeinsamen Leben“. Er habe die Nachricht seinen Ministern bei einer Kabinettssitzung verkündet, und alle hätten sich sehr gefreut und „laut auf den Tisch geklopft“, fügte Cameron hinzu.

2001 erste Begegnung an der Uni

Auf dem Campus der St.-Andrews-Universität in Schottland laufen sich William und Kate im Herbst 2001 das erste Mal über den Weg. Mit zwei Freunden machen sie schon bald eine Wohngemeinschaft auf. Viel mehr wird nicht bekannt. Nur, dass William bei einer Modenschau an der Uni 200 Pfund für einen Platz in der ersten Reihe zahlt, um Kate in einem durchsichtigen Spitzenkleid zu bewundern. Im Juni 2003 erscheint Kate auf der Party zum 21. Geburtstag der Nummer Zwei der britischen Thronfolge, er beteuert aber, dass er keine Freundin habe. Ernst wird es offenbar wirklich erst Ende 2003, Kate hat sich inzwischen von ihrem vorherigen Freund getrennt.

Von diesem Moment an gibt es immer wieder Fotos des glücklichen Paares, ob beim Skilaufen in der Schweiz oder beim Besuch von Hochzeiten von Freunden. Kate erobert die Herzen der Briten im Sturm, eine Hochzeit scheint nur eine Frage der Zeit. Die Billigkaufhauskette Woolworth geht Ende 2006 schon so weit, dass sie 100.000 Souvenirs wie Tassen, Teller und Geschirrttücher mit den Fotos der beiden drucken lässt, um bei einer Verlobung sofort regagieren zu können.

Doch die von vielen ersehnte Hochzeits-Ankündigung kommt nicht - im Gegenteil: Im April 2007 trennt sich das Paar vorübergehend. Kate soll die Nase voll gehabt haben von Williams ständigen Partys mit Armeekameraden. Ein Foto von ihm mit mehreren Mädchen im Arm soll der Knackpunkt gewesen sein. Dem Prinzen wiederum sollen die ständigen Lästereien seiner Aristokraten-Freunde nicht mehr aus dem Kopf gegangen sein, wonach Kate unter seiner Würde sei. Schließlich kommt sie aus keiner angesehenen Adelsfamilie. Ihre Eltern Michael und Carole wurden nach ihren Jobs als Pilot und Stewardess mit einem Partyartikel-Versand reich.

„Prinzessin des Volkes“

Dem normalen Briten aber ist Kate gerade wegen ihrer Herkunft sympathisch. Als „Prinzessin des Volkes“ wird sie gern tituliert - in Anspielung auf Williams Mutter Diana, die als „Königin der Herzen“ in die Geschichte einging. Doch solche Vergleiche mag die 28-Jährige nach Angaben von Freunden gar nicht, auch weil das Schicksal seiner verstorbenen Mutter ein Grund für Williams Bindungsangst sein soll. Denn was 1981 als Traumhochzeit in die Geschichtsbücher einging, endete 1996 in einer bitterbösen Scheidung.

William jedenfalls fühlte sich laut Freunden unter enormen Druck, es selbst nie soweit kommen zu lassen und gleich beim ersten Mal „die Richtige“ zu heiraten. Nun scheint er sich endgültig sicher, sie in Kate gefunden zu haben - die damit voraussichtlich irgendwann neben ihm den britischen Thron besteigt. (afp/dapd)

 
 

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