Piraten könnten Sprung in NRW-Landtag schaffen

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Foto: WAZ FotoPool
Wenn am Sonntag Wahl in NRW wäre, bekäme Rot-Grün trotz leichter Verluste eine knappe Mehrheit der Stimmen. Die größte Überraschung sind allerdings die Piraten - die den Landtag entern und die FDP ersetzen würden.

Düsseldorf. Wenn am Sonntag Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wäre, bekäme Rot-Grün trotz leichter Verluste eine knappe Mehrheit der Stimmen. Die amtierende Regierungskoalition könnte laut einer Umfrage 51 Prozent und damit 3 Punkte weniger als noch im April auf sich vereinigen, wie der WDR am Sonntag in Düsseldorf mitteilte. Laut Infratest dimap würde die Piraten erstmals den Sprung ins Parlament schaffen.

In der Wählergunst liegen die politischen Freibeuter dem NRW-Trend zufolge bei sieben Prozent. Das bedeutet ein Plus von fünf Punkten im Vergleich zum April. Dass sie sich prinzipiell vorstellen können, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben, gaben 23 Prozent der Befragten an. Dreiviertel können sich das nicht vorstellen. Dagegen würden FDP und Linke - wie schon im Frühjahr - mit drei Prozent (-1) beziehungsweise vier Prozent (unverändert) nicht mehr im Parlament vertreten sein. Die CDU kommt im aktuellen Trend auf 31 Prozent (-3).

Dank eines Stimmenzuwachses von 5 Prozentpunkten wäre die SPD mit 35 Prozent der Stimmen stärkste politische Kraft im Land. Die Grünen verlieren deutlich um kommen auf nur noch 16 Prozent (-8). Neuwahlen lehnt die überwiegende Mehrheit der Befragten ab. Lediglich 24 Prozent (-7) sind dafür. Könnten die Wahlberechtigten sich direkt für einen Ministerpräsidenten entscheiden, würde die amtierende Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) das Rennen machen. Mit 52 Prozent liegt sie in der Wählergunst deutlich vor Norbert Röttgen (CDU) mit 30 Prozent. Für den NRW-Trend im Auftrag der WDR-Sendung "Westpol" (Sonntag, 19.30 Uhr) 1.000 Wähler befragt. (dapd)