Peinliche Fehler – von Theo Schumacher

Es sieht ganz so aus, als müssten die für das Zentralabitur zuständigen Aufgabenkon­trolleure in NRW selbst die Reifeprüfung ablegen. Auch unter grüner Verantwortung produzieren peinliche Fehler erneut Schlagzeilen. Ob es ihr gefällt oder nicht, die bisher sehr umsichtig agierende Schulministerin muss sich an ihren eigenen Ansprüchen messen lassen. Sommer ging, Löhrmann kam – die Abi-Pannen bleiben.

Bei allem Hohn, den die Opposition und der Philologenverband in ihrem Gefolge nun auskübeln, gilt es festzuhalten, dass den Abiturienten im aktuellen Fall kein Nachteil entstanden ist. Dennoch erzeugt die Serie von Unkorrektheiten zumindest Verunsicherung an den Schulen. Vor Fehlern – wer wüsste das besser als Journalisten – ist niemand geschützt. Bedenklich wird es, wenn man nichts daraus lernt.

Noch unter der Regierung Rüttgers wurde die Kompetenz für die Abi-Aufgaben an ein externes Institut delegiert. Doch Verantwortung lässt sich nicht an einen Abi-TÜV abschieben, auch nicht für eine halbe Million Euro. Im Schulministerium sollte man über genug Expertise verfügen, um in NRW ein reibungsloses Abitur garantieren zu können.

 
 

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