PDV will das Volk selbst entscheiden lassen

Mitglieder der Partei der Vernunft (PDV).Peter Dünnermann (2. v. re.) soll Vorsitzender der PDV im Märkischen Kreis werden.
Mitglieder der Partei der Vernunft (PDV).Peter Dünnermann (2. v. re.) soll Vorsitzender der PDV im Märkischen Kreis werden.
Foto: Monika Wiegelmann
„Wir erleben immer mehr das Einwirken des Staats in die Grundrechte des Menschen und in die Wirtschaft“, erklärte der Herscheider Peter Dünnermann, der mit fünf Mitgliedern der NRW-Parteispitze der Partei der Vernunft (PDV) in einem Pressegespräch die Ziele der jungen Partei vorstellte. „Wir wollen das Volk aus den Kinderschuhen holen und selbst entscheiden lassen.“

Herscheid.. „Wir erleben immer mehr das Einwirken des Staats in die Grundrechte des Menschen und in die Wirtschaft“, erklärte der Herscheider Peter Dünnermann, der mit fünf Mitgliedern der NRW-Parteispitze der Partei der Vernunft (PDV) in einem Pressegespräch die Ziele der jungen Partei vorstellte. „Wir wollen das Volk aus den Kinderschuhen holen und selbst entscheiden lassen.“

Zusammenarbeit mit etablierten Parteien

Die PDV wurde im Mai 2009 in Hilzingen gegründet, hat in NRW fünf Regionalverbände. Mit Peter Dünnermann als Vorsitzendem soll ein Ortsverband im Märkischen Kreis (MK) gegründet werden. Im Frühjahr will sich die PDV im Kreis als Partei vorstellen, die einfach nur „vernünftig“ ist. „Wir versuchen Menschen zu finden, die unsere Idee mittragen, um dann Einfluss auf die Politik nehmen zu können“, hofft PDV-Mitglied Tilman Kappe.

„Wir sind alle Politiker-Novizen und keine Berufspolitiker, sondern engagierte Idealisten“, so Dünnermann. Einsetzen will man sich vor allem für eine vernünftige Steuerpolitik und maximale Bürgerbeteiligung.

Wie gut direkte Demokratie funktioniere, zeige vor Ort der Erfolg bei der von der Gemeinde initiierten Bürgerwerkstatt.

„Da setzen wir an.“ Angestrebt werde eine Zusammenarbeit mit den etablierten Parteien, um den Synergieeffekt bei der Durchsetzung gemeinsamer Ziele zu nutzen. Geht es nach der PDV, sollen die Bürger selbst entscheiden, wie viel Geld ihre Kommune wofür ausgeben darf und was sie im Gegenzug selbst machen können. Bürgerliche Selbstorganisation müsse so wachsen, dass Kommunen weniger als bisher finanzieren müssen. „Eigenverantwortung ist kostengünstig, denn dann fragt der Bürger nicht mehr, wer das alles bezahlen soll“, so Dünnermann.

Null-Steuern-Modell

Im Programm verankert ist übrigens auch das Null-Steuern-Modell: „Jegliche Eingriffe in das Eigentum, wie direkte Steuern (Einnahmen aus Einkommens-, Gewerbe-, Körperschafts- und Abgeltungssteuern) sind verboten.“ Die Bürger sollen vor Ort über indirekte Steuern und deren Verwendung entscheiden. Auf Bundes- und Landesebene sollen keine Steuern erhoben werden, die Steuer- und Abgabehoheit liege bei den Kommunen. Der Staat könne ohne die Besteuerung von Einkommens- und Unternehmensgewinnen auskommen, wenn er sich von teuren Subventionen trenne.

„Was uns als Partei einzigartig macht ist, dass wir dahin arbeiten, uns durch unsere Politik selbst abzuschaffen.“

 
 

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