Panorama-Marathon über die Halde

Läufer rund um die Bergkamener Halde. Teils mit Freude, teils in Qual…
Läufer rund um die Bergkamener Halde. Teils mit Freude, teils in Qual…
Foto: Lukas Peuckmann
Wer gerne auf Bergkamens Halde spazieren geht, wird die weite Aussicht von seiner Spitze schätzen. Und die teils steilen Aufstiege fürchten. Dort spazieren ist die eine Sache. Doch das stete Auf und Ab joggend zu überwinden, erfordert ganz anderen Einsatz. 43 Läuferinnen und Läufer scheuten an diesem Samstag die Strapaze nicht und liefen am fünften Panorama-Marathon über die Halde.

Bergkamen.. Wer gerne auf Bergkamens Halde spazieren geht, wird die weite Aussicht von seiner Spitze schätzen. Und die teils steilen Aufstiege fürchten. Dort spazieren ist die eine Sache. Doch das stete Auf und Ab joggend zu überwinden, erfordert ganz anderen Einsatz. 43 Läuferinnen und Läufer scheuten an diesem Samstag die Strapaze nicht und liefen am fünften Panorama-Marathon über die Halde. „Jeder für sich und gegen seine eigene Bestzeit“ erzählt Frank Bartsch, der gemeinsam mit seinem Lauffreund Jörg Gerlach den Halden-Marathon vor drei Jahren ins Laben rief und seither auch organisiert.

Denn viele der Läufer nutzten die Gelegenheit, um ihre Form nach dem Winter zu testen oder sich für die ersten Rennen des Jahres vorzubereiten. Über 4,3 Kilometer Länge wurde der Rundkurs gewählt. 70 Höhenmeter wurden pro Runde überwunden. Start und Ziel befanden sich oben auf der Spitze der Halde. „Die Läufer konnten so selbst bestimmen, wie viele Runden sie laufen wollten“ erzählt Organisator Jörg Gerlach. „Das ging von drei Runden über den Halbmarathon mit 21,5 Kilometern bis weit über die Marathondistanz auf bis zu 50 km hinaus.“

Unter ihnen auch Läufer mit besonderen Zielen für die Laufsaison. Peer Schmidt-Soltan war extra aus Mettmann angereist, um für einen Treppenmarathon in der Sächsischen Schweiz zu trainieren. „Da läuft man in der Tat fast nur Treppen auf und ab. Pro Runde überwindet man 80 Höhenmeter.

Und wenn man die vorgesehenen 10 Runden innerhalb von 24 Stunden geschafft hat, sind zwei Marathondistanzen geschafft und 8000 Höhenmeter überwunden worden. Das fast so hoch wie der Mount Everest.“

Auch Veranstalter Frank Bartsch trainiert gemeinsam mit Jörg Gerlach für einen besonderen Ultralauf, der über 120 Kilometer durch die Dolomiten führen soll. Im November soll dann der Marathon in New York folgen. Der allerdings allein für Frank Bartsch. Das große Ziel der beiden folgt erst im nächsten Jahr. Die Teilnahme am Mont-Blanc-Marathon, der über 166 Kilometer führen soll und 9500 Höhenmeter überwindet. „Wir haben uns schon für dieses Jahr beworben, sind bei der Auslosung der wenigen Startplätze aber leer ausgegangen. Dafür haben wir dann im nächsten Jahr die garantierte Startberechtigung.“

Auch die Lauffreunde SuS Oberaden nahmen am Halden-Marathon teil. Die vierköpfige Gruppe Christian Thielsch, Sabine Schikorsky, Irene Rautenberg und Dirk Westhoff lief sieben Runden, also knapp 30 Kilometer. „Wir haben hier vor allem trainiert und wollten Wettkampfhärte für den bald anstehenden Hermannslauf von Detmold nach Lippstadt gewinnen“ erzählt Irene Rautenberg.

Doch trotz allem Trainingseifer wurden auch Zeiten festgehalten und Laufschnellste ermittelt. Bei den Frauen schaffte Laura Routaboul de Büchert-Pastor die Marathondistanz in 4:20 Stunden als Erste. Nach dem Überwinden von knapp 800 Höhenmetern eine beachtliche Zeit. Bei den Herren war Holger Topf aus Werne in 4:01 Stunden unterwegs. Hans-Walter Ziekwitz aus Düsseldorf feierte zudem mit seinem 100. Marathonlauf ein ganz seltenes Jubiläum. „Wichtiger für uns ist jedoch, dass alle Läufer gesund und munter ins Ziel gekommen sind und trotz der Anstrengungen auch Spaß hatten“ ergänzt Frank Bartsch.

Der nächste Haldenlauf wird im Herbst folgen. Die beiden Veranstalter hoffen auch dann auf große Resonanz, wenn gleich die Belastung hoch war. „Unsere Frauen am Versorgungsstand und die beiden Zeitmesser hatten schon alle Hände voll zu tun“ lacht Jörg Gerlach.

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