„Pannekopp“ geht nach PCB-Skandal an Envio

Der Anti-Orden „Pannekopp des Jahres“ geht an Envio. Foto: StandOut.de
Der Anti-Orden „Pannekopp des Jahres“ geht an Envio. Foto: StandOut.de

Dortmund. Der „Pannekopp“ geht in diesem Jahr an das Dortmunder Unternehmen Envio. Den Anti-Orden des alternativen Ruhrpott-Karnevals Geierabend hat die Firma mit ihrem Verhalten im PCB-Skandal „verdient“.

Der Anti-Orden „Pannekopp des Jahres“, vergeben vom alternativen Ruhrpott-Karneval Geierabend, geht in diesem Jahr an Envio. Das Dortmunder Unternehmen hatte mit der Entsorgung PCB-haltiger Transformatoren für einen Umwelt-Skandal gesorgt.

Geierabend-Moderator Martin Kaysh erklärt: „Die haben das hochgiftige Zeug nicht auf Sonderdeponien entsorgt, sondern in den Körpern ihrer Mitarbeiter. Dabei wurden gar neue Weltrekorde in der Überschreitung von Grenzwerten aufgestellt. Das war keine Endlagerung, sondern innovatives Bio-Recycling.“

In der Abschlussvorstellung am Dienstagabend soll der nach Angaben der Veranstalter schwerste Karnevals-Orden der Welt, gefertigt aus 28,5 Kilogramm Stahlschrott, übergeben werden. Eine positive Rückmeldung von Envio Geschäftsführer Dirk Neupert liege bisher allerdings nicht vor. Sollte er die Auszeichnung annehmen, so müsste er laut Regelwerk den Orden während der gesamten Fastenzeit um den Hals tragen. Die Geier sind auf alles vorbereitet: „Sicherheitshalber haben wir uns Schutzkleidung zugelegt“, so Kaysh.

Bereits zum neunten Mal würdigt der Geierabend mit dem Anti-Orden „besondere Verdienste“ um das Ruhrgebiet. Zu den bisherigen Preisträgern zählen neben Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und Schauspielerin Veronica Ferres auch der ehemalige Evonik-Vorstand Werner Müller und der Dortmunder SPD-Vorsitzende Franz-Josef Drabig.

 
 

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