Ömer Erci neuer Imam an der Lenne

Heinz Linke
Der Ismalische Verein in Altena hat einen neuen Imam: Der 32-jährige Ömer Erci kommt aus Yozgat in Anatolien
Der Ismalische Verein in Altena hat einen neuen Imam: Der 32-jährige Ömer Erci kommt aus Yozgat in Anatolien
Foto: Heinz Linke

Altena. Der Ismalische Verein in Altena hat einen neuen Imam: Der 32-jährige Ömer Erci kommt aus Yozgat in Anatolien, einer Stadt von 71 000 Einwohnern, 218 Kilometer östlich von Ankara.

Der Imam ist verheiratet und hat eine Tochter. Er hat sich verpflichtet für fünf Jahre in Altena zu blieben. Bevor er in die Burgstadt kam, hat er an einem deutschen Sprachkurs teilgenommen.

Am Freitag nutzte die türkische Gemeinde die Gelegenheit, um den neuen Geistlichen vorzustellen. Dazu hatte Vorsitzender Sammas Gümüs Vertreter der Stadtverwaltung und die Pfarrer der christlichen Kirchengemeinden aus der Burgstadt eingeladen.

Gäste aus Politik
und Gesellschaft

Die Stadt Altena war durch den stellvertretenden Bürgermeister Reiner Kemmerling vertreten. Von der Evangelischen Gemeinde waren Dr. Dietmar Kehlbreier und seine Frau Merle Vokkert und von der Katholischen Kirche Pfarrer Ulrich Schmalenbach vertreten.

Zu Beginn des Empfangs führte der Islamische Verein seine Gäste durch seine Moschee. Die Besucher waren überrascht, wie schön der große Gebetsraum hergerichtet ist. Vor vier Jahren ist er von Fachleuten aus der Türkei mit prächtigen Kacheln und Teppichen ausgestattet worden.

Imam Ömer Erci begrüßte seine Gäste mit einer Lesung aus dem Koran. Dazu hatte er die Sure 19 ausgesucht, in der Meyriam (Maria) durch den Engel Gabriel verkündet wird, dass sie einen Sohn gebären werde. Im Islam ist Isa (Jesus) als einer Propheten. Die in arabischer Sprache vorgesungenen Verse wurden anschließend von Dr. Ömer Er Derbeder übersetzt.

„Unser Verein ist keine geschlossenen Gesellschaft. Wir machen alles öffentlich,“ sagte Vorsitzender Sammas Gümüs im Laufe des Gesprächs. Jeder Altenaer sei in die Moschee eingeladen und könne an den Gebeten teilnehmen.

Zur Zeit begehen die Moslems ihren Fastenmonat. Daher waren die Gäste im Anschluss an die Besichtigung mit weiteren Vertretern des Islamischen Vereins zum Fastenbrechen, das den Abschluss eines jeden Tages im Ramadan bildet, eingeladen. Dazu hatten die Frauen im Gemeindehaus an der Lüdenscheider Straße ein schmackhaftes Menü bereitet. Zum Auftakt des Essens gab es die bekannte türkische Linsensuppe.