Ökostation platzt aus allen Nähten

Die Ökostation in Bergkamen Heil (im Vordergrund der Bauerngarten)
Die Ökostation in Bergkamen Heil (im Vordergrund der Bauerngarten)
Foto: WR
Das Gelände am Stadtrand ist riesig. Man glaubt kaum, dass es dort Platzprobleme gibt. Doch Tatsache ist: Die Ökostation in Bergkamen-Heil platzt regelrecht aus allen Nähten. „Wir sind bis über beide Ohren voll“, sagt Betriebsleiter Ralf Sänger

Heil.. Das Gelände am Stadtrand ist riesig. Man glaubt kaum, dass es dort Platzprobleme gibt. Doch Tatsache ist: Die Ökostation in Bergkamen-Heil platzt regelrecht aus allen Nähten. „Wir sind bis über beide Ohren voll“, sagt Betriebsleiter Ralf Sänger. „Das konnte sich bei unserer Ansiedlung vor 16 Jahren sicher keiner vorstellen.“

Mitarbeiter des RVR-Forst­stützpunkts, der Naturförderungsgesellschaft, des Naturschutzbundes, des Umweltzentrums oder der Biologischen Station suchen mittlerweile regelrecht nach einem ungestörten Platz zum Arbeiten. „Wir haben uns wirklich Kopf zermartert, wo wir noch freie Kapazitäten haben“, sagt Sänger und ergänzt scherzend: „Ich weiß, wir haben ein Luxusproblem.“

Doch es gibt auch ein bauliches Problem. Neubauten sind auf dem Außengelände nicht mehr gestattet. Anbauten oder Erweiterungen sind aber auch nicht möglich. Denn das Gebäude der Ökostation steht unter Denkmalschutz. „Wir haben über dem Forum zwar ein riesiges Heulager. Aber auch das dürfen wir nicht ausbauen“, erläutert Sänger. Das

freut zumindest die Schleiereulen, die dort brüten. Auch sie haben sich auf der Ökostation ausgebreitet.

Zudem tummeln sich mittlerweile bis zu 100 Menschen in dem weitläufigen Gebäudekomplex: Wissenschaftliche Mitarbeiter, Honorarkräfte, Bürgerarbeiter, Praktikanten, Umweltpädagogen, Jugendliche, die ein freiwilliges Jahr absolvieren. Und die Beschäftigten der ebenfalls auf der Ökostation ansässigen Neuland Fleischvertriebs GmbH.

Vor allem die Beschäftigten der Biologischen Station haben ihre rechte Not. Dort wurde der Personalstamm verdoppelt, seitdem von der Ökostation aus nicht nur die Naturschutzgebiete im Kreis Unna, sondern auch in Dortmund betreut und Naturschutzaufgaben in Hamm übernommen werden.

Ein Opfer der Platznot wurde der Verein Lippetouristik, der sich gerne ebenfalls auf dem Gelände der Ökostation angesiedelt hätte. Der Verein, der sich dem umweltfreundlichen Tourismus verschrieben hat und sich am alten Standort in Lünen nicht mehr wohl gefühlt hat, hat sich nun eine neue Bleibe in Olfen gesucht und zieht derzeit dorthin (siehe auch Infobox).

„Schade“, kommentiert Geschäftsführer Mathias Sandmann. Die Stadt Bergkamen mit ihrer touristischen Ausrichtung, aber auch speziell die Ökostation mit ihrer umweltnahen Ausrichtung, wären als Standort für den Verein perfekt gewesen. „Aber es war aussichtslos“, sagt Ralf Sänger. „Wir müssen jetzt sogar schon Versammlungsräume des neuen Gästehauses mitnutzen, da wir so viele Veranstaltungsanfragen haben.“ Denn wegen diverser Seminare, Tagungen, Ausstellungen, Vorträge, Kindergeburtstage oder Privatfeiern sind auch die unterschiedlich großen Seminarräume, Festsäle oder das Forum auf dem Gelände der Ökostation sehr oft belegt.

INFO

Auch nach ihrem derzeit laufenden Umzug nach Olfen ist die Lippetouristik unter
(02306) 781 007 oder
per Mail unter info@lippetouristik.de zu erreichen.

Die Buchungen der Angebote erfolgten auch bislang fast ausschließlich über Telefon oder Internet, sagte Geschäftsführer Mathias Sandmann.

Die Angebote für das Jahr 2012 werden in Kürze im Internet veröffentlicht:
www.lippetouristik.de.

Im Sommer wird es wieder eine „moderne Schnitzeljagd“ auf der Halde geben. Gemeint ist das sogenannte Geocoaching mittels GPS.

Auch regelmäßige Kanutouren auf der Lippe sind wieder im Angebot. Los geht es am 14. April mit einer Fahrt, die an der Ökostation in Bergkamen startet und nach Lünen-Beckinghausen führt.

Auch Kanutouren mit ökologischen Gewässeruntersuchungen sind auf der Lippe geplant. Ein Biologe soll diese umweltpädagogischen Touren begeleiten.

 
 

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