Noch hat es nicht richtig gefunkt

Foto: WR

Ergste. Wenn die Stadt es ablehnen sollte, das Waldstadion in Ergste als Standort für Mobilfunkantennen zur Verfügung zu stellen, „würden wir auch auf privaten Grund und Boden ausweichen“, erklärte Ute Brambrink, Sprecherin von Vodafone auf Anfrage der WR. Das Unternehmen steht unter Zugzwang. Ende des Jahres läuft der Vertrag mit der Stadt Schwerte aus, Mobilfunkmasten auf dem Dach der Ergster Schule an der Ruhr aufgestellt haben zu dürfen. Als Alternative hatte sich der Netzbetreiber das Waldstation ausgesucht und Gespräche mit der Stadt geführt. Dagegen wehren sich Anwohner, die inzwischen 1900 Unterschriften gesammelt haben. Ihren Unmut machten sie auch bei einer Bürgerversammlung deutlich (WR berichtete).

Die Suche nach einem Eigentümer, der für die Stadt in die Bresche springen würde, gestaltet sich aber nach Angaben von Brambrink recht schwierig. Bislang habe sich noch niemand gefunden, der ein Gelände bereit stelle. Es halten sich allerdings in Ergste Gerüchte, wonach ein Landwirt möglicherweise ein Areal zur Verfügung stellen könnte.

Brambrink sorgt sich indes, ob das Unternehmen überhaupt noch jemanden auftut, der Mobilfunkmasten auf seinem Grund und Boden aufstellen lassen würde. Die Zeit drängt, sagt die Sprecherin. Denn die Anlage auf der Ergster Schule müsse schon viel früher als Ende Dezember demontiert werden, wahrscheinlich Mitte November. Zu dem Zeitpunkt wäre es aber erforderlich zu wissen, wo die Antennen künftig ihren Platz haben sollen, erläutert die Brambrink.

Nach der Sommerpause werden sich die politischen Gremien erneut mit den Mobilfunkantennen in Ergste beschäftigen.

 
 

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