Noch fehlt viel Geld für den Aussichtsturm

Der Aussichtsturm auf der Karlshöhe in Halver steht schon lange hinter einem Bauzaun.
Der Aussichtsturm auf der Karlshöhe in Halver steht schon lange hinter einem Bauzaun.
Foto: WR

Halver.. Halver ohne Aussichtsturm – ein Gedanke, der dem Halveraner Heimatverein nicht gefällt. Darum unternehmen seine Mitglieder seit 2009 viele Aktionen, um genügend Gelder zu sammeln, damit der renovierungsbedürftige Turm saniert und damit erhalten werden kann.

„Um eine korrekte Sanierung vorzunehmen, rechnen wir mit Kosten in der Größenordnung von 300 000 Euro“, erklärt Peter Bell, 2. Vorsitzender des Heimatvereins. Über bisherige Aktionen wie den Verkauf von Kalendern oder durch eingehende Spenden sind derzeit runde 10 000 Euro im Sanierungstopf.

„Wir können und wollen im Moment noch keine größeren Sammelaktionen durchführen, denn mit der Sanierung kann ja ohnehin frühestens 2016 begonnen werden“, erklärt Bell und bezieht sich damit auf die Verträge über die Antennenanlagen, die auf dem Turm montiert sind. Erst nach Vertragsablauf und Demontage der Antennen kann die Sanierung beginnen.

„Wenn wir zum heutigen Zeitpunkt mit einer Spendenanfrage für den Aussichtsturm an die Industrie treten würden, dann bekämen wir sowieso nur zu hören, dass wir in fünf Jahren noch mal wiederkommen sollen“, ist sich Bell sicher. „Auch Privatleute lachen uns doch aus, wenn wir auf eine Aktion aufmerksam machen wollen, die erst in etlichen Jahren begonnen werden kann.“

Dennoch wird der Heimatverein auch in den kommenden Monaten und Jahren immer wieder mit kleinen Aktionen auf die nötige Sanierung des Halveraner Wahrzeichens hinweisen. „Natürlich werden wir zum Beispiel auch im kommenden Jahr wieder unseren Kalender verkaufen, aber richtig loslegen können wir mit den Spendenaktionen erst, wenn die Stadt weiß, wie es weitergeht“, bedauert Bell.

Ab Januar 2017
antennenfrei

Kämmerer Markus Tempelmann sieht dagegen schon heute Handlungsbedarf, wenn es um Spendenaktionen geht. „Ich bin ein Freund davon, rechtzeitig mit Spendensammlungen zu beginnen, damit das Geld zusammen ist, wenn es an die Arbeiten gehen kann.“ Tempelmann bestätigt, dass die Verträge mit den Mobilfunkanbietern mehrerer Provider noch einige Jahre laufen. „Diese Verträge wurden Mitte der 90er Jahre mit langen Fristen vereinbart. Es ist sehr schwer, da rauszukommen. Aber sicher ist, dass wir Ende Januar 2017 den Turm frei haben werden – dann kann sofort mit der Sanierung begonnen werden.“

Tempelmann regt auch an, dass sich die Personen, die Interesse am Erhalt des Aussichtsturms haben, zu einem Förderverein zusammenschließen. „In anderen Städten, wie Hagen oder Herscheid, war es ja auch möglich, mit so einem Förderverein die alten Türme zu retten. Das sollte den Halveranern auch gelingen“, ist er überzeugt. „Man muss sich rechtzeitig engagieren und einen Grundstock bilden. Man kann nicht immer nur auf die Stadt warten“, bekräftigt er.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel