Neuer Vereinsrekord für Borussia Dortmund

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Frankfurt. Der sechste Sieg in Serie! Borussia Dortmund hat mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt den Vereinsrekord aus der Meistersaison 2001/2002 eingestellt. Die Party in Schwarz und Gelb geht weiter.

Borussia Dortmund siegt und siegt. Auch bei Eintracht Frankfurt. Mohamed Zidan erzielte spät das erlösende Tor zum 1:0 für die Dortmunder. Ausgerechnet der erst sechs Minuten zuvor eingewechselte Joker. Habib Bellaid sorgte mit einem Eigentor für den Endstand (84.).

„Das geilste Gefühl der Welt“ (BVB-Trainer Jürgen Klopp) ist also eine weitere Woche Wegbegleiter des BVB. Mindestens. In einer Woche empfängt die Borussia den Karlsruher SC im Signal Iduna Park. Gewinnt der BVB auch dieses Spiel, könnte er nach dem Stuttgarter 2:2 in Bielefeld nach Punkten zum VfB aufschließen. Aber das ist Zukunftsmusik.

In Frankfurt hatte Jürgen Klopp zum fünften Mal in Folge der gleichen Startelf vertraut. Sein Gegenüber Friedhelm Funkel hingegen musste erneut kräftig umbauen. Für Ochs, Fink (beide gelbgesperrt), Inamoto (Wadenverletzung) und Steinhöfer (Bank) rückten der junge Sebastian Jung, Mehdi Mahdavikia, Habib Bellaid und Ümit Korkmaz in die Anfangsformation.

Gänsehaut-Atmosphäre

Dennoch war es der erwartet schwere Gang. Der BVB hatte in Frankfurt – wie im Vorfeld von Trainer Jürgen Klopp erwünscht – nicht nur die eigene Erfolgsserie auszublenden. Die Commerzbank-Arena, sie bebte. Gänsehaut-Atmosphäre. Hier kühlen Kopf zu bewahren, war eine erste Herausforderung. Zudem führte Leverkusen früh 1:0 in Schalke, später dann 2:0. Zwischenstände wie Motivationsspritzen. Einerseits. Andererseits aber auch zusätzlicher Druck. Mit einem eigenen Sieg würde der BVB zumindest den Reviernachbarn in der Tabelle überholen.

Aggressiv und entschlossen

Konsequenz: In der ersten Halbzeit spielte der BVB - mit Ausnahme des überragenden Sebastian Kehl - gehemmt, hatte eine zu hohe Fehlpassquote und ließ sich viel zu oft in unnötige Zweikämpfe verwickeln. Die Frankfurter, stark ersatzgeschwächt, warfen Aggressivität und Entschlossenheit in die Waagschale. Folglich tauchte der BVB zunächst einzig durch Alex Frei (3., ans Außennetz) und Nelson Valdez (4., zu spät gegen Eintracht-Torwart Pröll) gefährlich vor dem Frankfurter Gehäuse auf. Auf der Gegenseite musste Neven Subotic zweimal in höchster Not klären (10./19.). Valdez hätte in der 39. Minute allerdings das 1:0 machen müssen. Nach Frei-Flanke kam der Paraguayer drei Meter vor dem Tor frei zum Kopfball – Markus Pröll jedoch parierte mit einem Weltklasse-Reflex.

Torchancen? Es gab sie nicht!

Auch in Durchgang zwei gelang es dem BVB lange nicht, die nötigen Lücken in der Offensive zu reißen. Zu statisch war das Aufbauspiel, zu unbeweglich jeder einzelne Akteur. Torchancen? Es gab sie nicht! Bis zur 77. Minute. Erst flankte der eingewechselte Mohamed Zidan auf Valdez, der jedoch wieder seinen Meister in Eintracht-Torwart Pröll fand. Dann, keine 120 Sekunden später, netzte der Joker selbst ein – 1:0 durch Mohamed Zidan. Habib Bellaid sorgte, von Valdez unter Druck gesetzt, mit seinem Eigentor für den 0:2-Endstand. Auch, weil Roman Weidenfeller auf der anderen Seite stark im Eins-gegen-Eins gegen Martin Fenin parierte.

Dann das gewohnte Bild: Ausgelassen feiernde Borussen vor dem mit 10 000 Fans pickepacke vollen Gästeblock. Die Party in Schwarz und Gelb geht weiter.

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