Neuer Standort für Reliefs von K.T. Neumann im Rathausflur

Lüdenscheid.. Die Reliefs des Künstlers K. T. Neumann, die über Jahrzehnte die Eingänge zum Ratssaal in Lüdenscheid geschmückt hatten, haben nach langem Warten einen neuen Platz gefunden.

Metallbauer begannen mit der Montage der vier Reliefs an den vier Säulen vor dem Ratssaal an der dem Eingang zugewandten Seite. In dieser Form war das auch mit dem heute in Berlin lebenden Künstler abgesprochen, der im kommenden Monat den 91. Geburtstag feiert.

Im Jahr 1965 hatte die Stadt Lüdenscheid die Auftragsarbeit von ihm erworben, die nach dem Umbau im Innern des Rathauses in der Städtischen Galerie zwischengelagert war. Inzwischen seien die Reliefs auch professionell aufgearbeitet und mit einem Stahlrahmen worden, der in die farbliche Gestaltung des Rathausflures passt, wie Sandra Wolf erläuterte, die die Montage seitens der Galerie fachlich begleitete.


Plastiken zeigen Stationen der Stadtgeschichte

Für stadtgeschichtlich Interessierte lohnt sich jetzt wieder der Besuch im ersten Obergeschoss. Die Edelstahlplastiken im mehr als mannshohen, schmalen Rahmen zeigen Stationen der Stadtgeschichte vom Erwerb der Gerichtsbarkeit über die Erlöserkirche als prägendes Bauwerk, Abschnitte der Industrialisierung bis zum Zeppelin. Manchmal erfordert die Symbolik Phantasie, andere Elemente erschließen sich auf den ersten Blick. Die Neumann-Reliefs dürften damit künftig wohl auch feste Anlaufstelle jeder Stadtführung sein.

Überall im Stadtbild begegnet man den Arbeiten K.T. (Kurt Toni) Neumanns: die Brunnen auf dem Stern- und Graf-Engelbert-Platz, die „Armillarsphäre” neben der Richard-Schirrmann-Realschule am Buckesfeld, der „Kleine Prinz” vor der gleichnamigen Begegnungsstätte in der Altstadt oder die Darstellung der legendären Gastwirtin Hulda Brüninghaus ebenfalls auf dem Sternplatz stammen aus seiner Hand.

Ob die Edelstahlapplikationen wieder öffentlich zugänglich werden, war zunächst nicht klar. Im Jahr 2006 kam die politische Diskussion wieder in Gang, nachdem sich der Bauausschuss nicht-öffentlich und mit nur knapper Mehrheit dagegen entschieden hatte, die Türen auszumustern und einzulagern.

 
 

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