MSV-Trainer Sasic war in Karlsruhe bedient

Thomas Tartemann
Ärgerte sich über die Leistung einiger Spieler in Karlsruhe: MSV-Trainer Milan Sasic. (Foto: imago)
Ärgerte sich über die Leistung einiger Spieler in Karlsruhe: MSV-Trainer Milan Sasic. (Foto: imago)

Karlsruhe. Der MSV Duisburg verabschiedete sich mit einer 1:3-Niederlage in Karlsruhe wohl aus dem Aufstiegsrennen.

Die 1:3 (0:2)-Niederlage beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC wurmte Duisburgs Trainer Milan Sasic gewaltig. „Wenn man nur 20 Minuten gut spielt, ist das zu wenig, um einen starken Gegner zu schlagen“, zürnte der Kroate und schob nach: „Vielleicht sind wir im Moment zu satt. Diese Leute haben auf dem Platz nichts zu suchen, sondern diejenigen, die jeden Ball jagen.“ Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg war im Wildpark bedient.

Vor allem im ersten Durchgang blieben die Zebras vor 13 385 Zuschauern im Wildpark alles schuldig. Schwach im Defensivverhalten, unsicher im Spielaufbau, statisch in der Vorwärtsbewegung, dazu schlichen sich bisher unbekannte Abwehrfehler ein. Die Folge: Karlsruhe bekam immer mehr Oberwasser.

Als Delron Buckley auf der Außenbahn MSV-Verteidiger Benjamin Kern entwischte und nach innen flankte, hätte nicht viel anbrennen dürfen. Doch im Rücken des indisponierten Branimir Bajic knallte Andrej Christea den Ball zum 1:0 ins Netz (18.). Nur sieben Minuten später konnte sich Bajic nur durch ein Foul gegen Timo Staffeldt behelfen. Schiedsrichter Georg Schalk (Augsburg) entschied auf Strafstoß, Bajic kam ohne Karte davon. Den Elfmeter verwandelte KSC-Leitwolf Alexander Iashvili zum 2:0.

Von Duisburg war bis zum Seitenwechsel nichts zu sehen. Trainer Sasic: „Der KSC hat Tempo gemacht, die Zweikämpfe und zweiten Bälle gewonnen, über weite Strecken den Spielrhythmus bestimmt. Das sind Werte, die wir in der Hinrunde hatten. Dazu kamen Herzblut, Leidenschaft und hundertprozentige Identifikation mit dem MSV. Davon habe ich in der ersten Halbzeit alles vermisst.“

Nun kommt Düsseldorf

Sasic wechselte den enttäuschenden Filip Trojan und den angeschlagenen Stefan Maierhofer aus, brachte dafür das Duo Sefa Yilmaz und Manuel Schäffler, das für mehr Schwung sorgte. Sasic sarkastisch: „Das war auch nicht schwierig, dass die beiden mehr gemacht haben als die ausgewechselten Spieler. Sefa und Manuel haben Leidenschaft reingebracht und gut gehandelt.“

Goran Sukalo gelang per Kopf das 2:1 (70.), aber Stefan Müller machte drei Minuten vor Schluss alles klar. Zu diesem Zeitpunkt war der MSV in Unterzahl, da Schäffler mit einer klaffenden Platzwunde an der Seitenlinie behandelt wurde. Ausgerechnet sein zugeteilter Gegenspieler verpasste dem MSV den Genickschlag. Sasic: „Wir können und müssen mehr abrufen. Das fordere ich deutlich.“ Am Freitag kommt Fortuna Düsseldorf an die Wedau. Dann geht es nur um drei Punkte, sondern auch ums Prestige.