Mitbegründer steigt bei kite aus

Ursula Bebko-Gryzbeck und Uwe Gryzbeck, Drachenfestorganisatoren seit 23 Jahren. Foto: Günter Blaszczyk
Ursula Bebko-Gryzbeck und Uwe Gryzbeck, Drachenfestorganisatoren seit 23 Jahren. Foto: Günter Blaszczyk
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Kamen.. Der Lenker geht von Bord. Uwe Gryzbeck, Miterfinder und Macher des Kamener Drachenfestivals vom ersten Jahr an, zieht sich zurück. Dass er in diesem Jahr erstmals das Lünener Drachenspektakel organisiert, sei dafür nicht der Grund. Er wolle Platz machen für eine Verjüngung.

Er könne sich noch gut erinnern, wie vor nunmehr 23 Jahren alles anfing, erzählt Gryzbeck. Eigentlich habe man ihn gefragt, ob er nicht einen Drachenworkshop für Kinder organisieren könne. Als er das Gelände an der Derner Straße besichtigt habe, habe er gleich ein ganzes Drachenfestival vorgeschlagen.

Event begeisterte
von Beginn an

Das Festival begeisterte gleich zum Start viele Zuschauer, im zweiten Jahr wurde es bereits ein großes Event. „Der damalige Bürgermeister hat mich begeistert in den Arm genommen, als er das Verkehrschaos sah“, lacht Gryzbeck heute. Der Andrang, der damals begeisterte wurde in Folgejahren zum Problem, bis die Derner Straße für kite jeweils in einer Richtung gesperrt wurde. Die Mitstreiter von damals seien weitgehend nicht mehr von der Partie. Der Stadtjugendring habe sich als Mitveranstalter verabschiedet.

Dass die Finanzmittel immer knapper wurden, habe ihn stets nur neu herausgefordert, nicht wirklich abgeschreckt. Bei der 20. Neuauflage aber reifte die Idee, sich Zug um Zug zurück zu ziehen. Damals habe einiges gehapert bei der Realisierung. Doch auch das sei nicht der Grund gewesen. „Wir waren einst die jungen Verrückten. Jetzt bin ich ein Mitfünfziger“, so Gryzbeck. Es werde Zeit, jüngeren die Verantwortung zu übergeben, die selbst wiederum junge Drachenbauer mit verrückten Ideen nach Kamen locken.

Gryzbeck sucht auch für sich neue Herausforderungen. Das Lünener Angebot sei eher zufällig vom Himmel gefallen. Dort müsse er die Organisation nun innerhalb weniger Wochen stemmen.

Stefan Eising tritt
die Nachfolge an

Für Kamen soll die Hauptverantwortung ganz allmählich in andere Hände gehen, kündigt Gryzbeck einen Abschied auf Raten an. Es gebe bereits Mitstreiter, die immer mehr in diese Rolle hineinwachsen. Zum 25. kite soll der Übergang offiziell verkündet werden. „Auch danach noch wird man mich sicher mal wieder bei kite sehen“, will Gryzbeck seinem Festivalkind treu bleiben.

Der Nachfolger ist schon ausgeguckt. Stefan Eising ist schon seit einigen Jahren an der Organisation der kite-Events beteiligt, firmiert mit einem eigenen Team unter dem Namen Skycolours und zeichnet außerdem für ein Festival in Menden verantwortlich. Uwe Gryzbeck ist überzeugt, dass Eising kite in einer zu Kamen passenden Weise weiter entwickeln werde.

 
 

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