Mit Fußgymnastik lange Flüge gut überstehen

DerWesten
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Düsseldorf.  Wer im Urlaub ferne Länder erkunden will, kommt meist um einen langen Flug nicht herum. Doch wer lange sitzt, riskiert einen Verschluss der Blutgefäße, die so genannte Thrombose.

Während eines Langstreckenfluges sollte man viel trinken und sich regelmäßig bewegen. „Sitzt man länger als sechs Stunden eingeengt und ohne Bewegung im Flugzeug, so schwellen bei vielen Menschen die Füße an. Denn die Lymphflüssigkeit kann nicht mehr richtig abfließen“, sagt Reisemediziner Eckhard Müller-Sacks. Ein Verschluss der Beinvenen, die sogenannte Thrombose, droht.

Typische Beschwerden bei einer Thrombose können sein:

• Spannungsgefühl und ziehender Schmerz in den Beinen ähnlich die eines Muskelkaters

• Schmerzen bessern sich durch Hochlagerung

• Druckschmerz an der Innenseite des Fußes

• Wadenschmerzen auf Druck und bei Beugung des Fußes

• Erwärmung des Beines

• Schwellung des Beines

• Venen treten sichtbar stärker hervor

Fußgymnastik beugt vor

Meist reiche es schon aus, jede halbe Stunde einmal aufzustehen und den Gang einmal auf und ab zu laufen. Der Experte empfiehlt zudem etwas Fußgymnastik: „Auf die Fersen stellen und die Zehen hochziehen. Oder den Gesäßmuskel anspannen.“ So werde der Kreislauf in den Beinen wieder angekurbelt und überschüssige Lymphflüssigkeit abtransportiert. Spezielle Reisestrümpfe könnten diesen Effekt unterstützen. Gleichzeitig reduziere man so die Gefahr, dass sich Blutgerinnsel in den Gefäßen bilden, was zur Thrombose führen könnte.

„In Flugzeugen ist die Luftfeuchtigkeit niedriger als am Boden. Der Körper gibt deshalb über die Haut mehr Feuchtigkeit ab“, sagt Müller-Sacks. Um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, sei es wichtig, viel zu trinken. „Normalerweise sollte man über den Tag verteilt etwa zwei Liter zu sich nehmen“, sagt Müller-Sacks, „am Tag eines Langstreckenfluges könnte es ruhig ein Liter mehr sein“. Außerdem ziehe es in den Fliegern, und häufig sei es kühl. Um einer Erkältung vorzubeugen, empfiehlt er, immer eine leichte Jacke oder eine Decke dabei zu haben. (ddp)