Mehr Fair-Produkte in Restaurants

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Lünen.  Das Fairtrade-Siegel der Stadt ist noch jung und es soll nicht dabei bleiben, dass nur der Kaffee zu den fair gehandelten Produkten zählt, der in Restaurants oder Verwaltungen eingesetzt wird. Um das Bewusstsein für solche Produkte auch bei anderen Köchen zu wecken und zu schärfen, lud Stockey-Mitinhaber Dirk Becke, Mitglied des von Gerhard gegründeten Westfalen-Instituts an der Cappenberger Straße, gestern zu einem Kochseminar ein und brachte rund 20 Kunden seines Restaurants mit.

Produkte haben auch
soziale Aspekte

Nachdem Gerhard Besler die „Testpersonen“ begrüßt hatte, erläuterte Dr. Ulrich Weber, Koordinator und Motor der Lüner Initiative gegen globale Armut (LIGA), den Hintergrund und die Bedeutung der fair gehandelten Produkte. Sie hätten nicht nur gute Qualität, sondern wichtig seien auch die sozialen Aspekte dahinter, weil die Hersteller dieser Produkte auch fair entlohnt würden.

Am Herd standen gestern außer Dirk Becke auch Kollegen vom bekannten Waltroper Restaurant Stromberg sowie Köche aus Bad Driburg, Bad Meinberg und Schmallenberg. Sie alle sind Mitglieder des Westfalen-Instituts und würden einen regelmäßigen Gedankenaustausch pflegen, sagte Beck. Insgesamt gebe es ein Netzwerk von 90 Gastronomen aus der Region unter dem Dach des Westfalen-Institutes.

In seinem Stockey-Restaurant biete er Kaffee, Tee, Schokolade, Wein und Fruchtsäfte an, die fair gehandelt seien. In der Küche selbst könne man nicht durchgehend Fair-Produkte einsetzen, aber sie könnten mit Bio-Produkten kombiniert werden.

Die im gestrigen Seminar gekochten Gerichte – unter anderem Hase mit fair gehandelter Schokolade – bezeichneten die Gäste als außerordentlich köstlich. Ulrich Weber verweist Interessenten auf ein informatives Kochbauch mit Titel „Fair kochen“ hin. Es ist im Verlag Dorling Kindersley erschienen.