Mediinvest hat kein Interesse mehr an Sondern

Herbert Kranz

Kreis Olpe. Die Sondersitzung des Kreistages am Montag war recht kurz. Schon zu Beginn machte Kai Richter, Geschäftsführer von Mediinvest deutlich, dass das Unternehmen kein Interesse mehr habe, am Sonderner Kopf weiter zu planen.

Man werde sich angesichts der unsachlichen medialen Diskussion - vor allem im Internet - nun auf das Vorhaben an der Waldenburger Bucht konzentrieren. Dort gehören Mediinvest etwa fünf Hektar. Allerdings werde man weitere Planungen den neuen Gegebenheiten (Umsetzung ohne das Gebiet am Sonderner Kopf) anpassen.

Wie berichtet, wollte das Unternehmen, dass durch sein Engagement am Nürburgring in die Schlagzeilen geraten war, sowohl in Waldenburg als auch in Sondern Hotels und Ferienwohnungen in größerem Stil errichten. Am Montag letzter Woche waren die Pläne im Kreishaus vorgestellt worden. Am Montag sollte im Kreistag eigentlich die Entscheidung fallen, Mediinvest ohne Kosten für den Kreis mit den weiteren Planungen und der Suche nach einem Investor zu beauftragen. Doch auf Antrag der Grünen waren zunächst nur Fragen und eine Diskussion geplant - entschieden werden sollte im Juli.

Nach Richters Vorwurf, der vor allem auf den Antrag Fred-Josef Hansens (Grüne) abzielte, machte Hansen deutlich, dass er Zeit für eine vernünftige Information über Unternehmen und die Vorgänge am Nürburgring hätte haben wollen. Dort so Richter, laufe es aus touristischer Sicht gut. Ihn störe „die Art und Weise, wie hier kommuniziert wurde“. Das müsse er nach der öffentlichen Diskussion um den Nürburgring „nicht noch einmal haben“.

Thomas Förderer (SPD) fand nicht nachvollziehbar, dass die Diskussion über den Antrag der Grünen im Internet Grund für diesen Rückzug sei. Doch Richter blieb unbeirrbar: „Wir scheuen die mediale Diskussion auf dieser Ebene - vor allem im Internet.“ Außerdem sei Mediinvest in der Waldenburger Bucht schon so weit. „dass wir uns dieser Diskussion nicht aussetzen wolle, Ich bitte Sie, das zu respektieren.“

Im übrigen, so Richter zu Beginn, „freue ich mich darauf, Ihr Alternativkonzept kennen zu lernen.“