Maulkorb für kritische Lehrer in Arnsberg?

Wilfried Goebels
Lehrer, die sich kritisch zur Gemeinschaftsschule geäußert hatten, sollen angeblich von der Schulbehörde einbestellt worden sein. Foto: Christof Hüls
Lehrer, die sich kritisch zur Gemeinschaftsschule geäußert hatten, sollen angeblich von der Schulbehörde einbestellt worden sein. Foto: Christof Hüls
Foto: WR Christof Hüls

Düsseldorf. Der CDU-Schulexperte Klaus Kaiser ist empört über einen angeblichen „Maulkorb für Lehrer“. Kaiser sagte der WAZ-Mediengruppe, die Schulbehörde in Arnsberg habe Lehrer, die sich kritisch zur Gemeinschaftsschule geäußert hatten, zu „Dienstgesprächen“ einbestellt.

Der CDU-Schulexperte Klaus Kaiser ist empört über einen „Maulkorb für Lehrer“. Nach Angaben Kaisers hat die Schulbehörde in Arnsberg Lehrer, die sich auf einer Informationsveranstaltung in Finnentrop kritisch zur Gemeinschaftsschule geäußert hatten, zu „Dienstgesprächen“ nach Arnsberg einbestellt. Dabei seien die Lehrer auf ihre Pflicht zur Loyalität gegenüber dem Dienstherrn hingewiesen worden.

Kaiser sieht darin einen „Maulkorb für Lehrer und den skandalösen Versuch, die Beamten einzuschüchtern“. Während Schulministerin Sylvia Löhrmann in der Schuldebatte in Düsseldorf „Wattebäuschchen verteilt, regiert sie vor Ort knallhart durch“, sagte Kaiser der WAZ-Mediengruppe.

Der CDU-Experte kündigte ein parlamentarisches Nachspiel im Landtag an. Die Pädagogen hatten sich in einer öffentlichen Diskussion zum Teil als Eltern gegen die geplante Einführung einer Gemeinschaftsschule in Finnentrop ausgesprochen. Die CDU werde nicht akzeptieren, dass Rot-Grün kritischen Lehrern eine eigene Meinung zur Gemeinschaftsschule verbieten wolle, sagte Kaiser.