Mädchen beim Bund – na und?

Foto: ddp

Lünen.. Die Frage, ob die allgemeine Wehrpflicht in Zeiten eines zusammengewachsenen Europa wirklich notwendig ist, wird zurzeit heiß diskutiert.

Viele junge Männer leisten schon heute lieber Zivildienst in einer sozialen Einrichtung, anstatt zur Bundeswehr zu gehen. Doch in der Debatte um den Willen dieser jungen Männer vergisst man leicht, dass es auch Mädchen gibt, die sich für das Leben als Soldat interessieren. Filiz Turam (15) aus Brambauer ist das beste Beispiel dafür. In unserem Interview erzählt sie uns, warum.


Warum willst du zur Bundeswehr?

Filiz: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, einen normalen „Mädchenberuf“ zu machen. Außerdem brauche ich die Abwechslung. Man übernimmt ja auch eine gewisse Verantwortung für die anderen Soldaten, wenn man eine höhere Position hat und das spornt einen ja dann auch so ein bisschen an.


Hast du dich denn über deinen Berufswunsch schon genauer informiert?

Also, ich war auf dem „Girls’ Day“ bei der Bundeswehr und die haben uns da viel über die Ausbildung erzählt. Und ich kenne auch jemanden dort, der die Ausbildung gerade macht und der erzählt mir auch immer viel darüber. Ich war sogar schon beim Wehrdienstberater.


Wie läuft denn so eine Bundeswehrausbildung ab?

Das kommt immer darauf an, in welchem Bereich man arbeiten möchte, zum Beispiel bei der Luftwaffe oder Marine, da gibt es spezielle Ausbildungsgänge, aber als Erstes muss jeder zur allgemeinen Grundausbildung (AGA), die drei Monate dauert. Da lernt man dann die grundlegenden Sachen, wie zum Beispiel den Umgang mit Waffen oder das Verhalten in der freien Natur.


Es gibt ja relativ wenige Mädchen in der Bundeswehr. Was denkst du darüber?

Na ja, es gibt schon so ungefähr 50 Prozent Mädchen, allerdings nur beim Sanitätsdienst. Ansonsten finde ich, dass jedes Mädchen überlegen sollte, ob es nicht doch vielleicht zur Bundeswehr geht, weil das ein sehr großes System ist, in dem es viele Möglichkeiten gibt.

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