Machen Sie mit beim WR-Leserbeirat

Ankündigungsfoto zur Aktion Leserbeirat, Leserbeiräte
Ankündigungsfoto zur Aktion Leserbeirat, Leserbeiräte
Foto: WR

Lünen.. Wir möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, in unsere Arbeit einbinden. Deshalb wollen wir einen Leserbeirat gründen, in dem Sie mitreden können. Wir sprachen mit dem ehrenamtlichen Ombudsmann, WR-Redakteur Jörg Tuschhoff, über das Gremium.

Was ist eigentlich ein Leserbeirat und welche Aufgaben hat er?

Jörg Tuschhoff: Wie der Name schon sagt, setzt sich ein Leserbeirat aus der Leserschaft der Westfälischen Rundschau zusammen. Der Beirat ist ein außerhalb der Redaktion stehender Kreis, der den Redakteuren Anregungen und Hinweise gibt, aber natürlich auch Kritik äußern kann. Der Beirat setzt sich mit dem Inhalt und der Gestaltung der Westfälischen Rundschau auseinander. Er ist kein Ersatz für die Leserbrief-Rubrik. Er soll sich nicht mit einzelnen Artikeln befassen, es sei denn, es gibt Ausreißer, sowohl positive als auch negative. Vielmehr soll im Gremium darüber diskutiert werden, welche Themen möglicherweise in der Berichterstattung fehlen oder, andersherum, zu häufig in der Zeitung vorkommen.

Wie können unsere Leser Mitglied im Beirat werden?

Die Leser können sich bei ihrer jeweiligen Lokalredaktion bewerben. Dort werden die Bewerbungen gesammelt und an die Chefredaktion weitergeleitet. Schließlich bekommen die Bewerber Mitteilung von der Westfälischen Rundschau, ob sie für den Leserbeirat ausgewählt wurden.

Wie sollte sich idealerweise der Leserbeirat zusammensetzen?

Die Mutter, der Jugendliche, der Sportler, der Industriearbeiter, der selbstständige Handwerker, der Arzt, der Polizist, der Landwirt, der Rentner, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Eben möglichst alle Gruppen, die unsere Gesellschaft ausmachen.

Welches Mitspracherecht wird der Leserbeirat haben?

Um es gleich klar zu sagen: Der Leserbeirat wird kein Mitspracherecht bei der journalistische Arbeit der Redaktion haben. Die journalistische Unabhängigkeit ist ein sehr hohes Gut. Aber der Leserbeirat kann dazu dienen, dieses Gut zu stärken. Beispielsweise dann, wenn von außen versucht wird, die Berichterstattung zu beeinflussen. Die Mitglieder eines Leserbeirats können in so einem Fall die unabhängige Arbeit der Redaktion als Multiplikatoren in einer Stadt nach außen flankieren und unterstützen.

Wie groß sollte die Zahl der Mitglieder des Leserbeirats ausfallen?

Zehn Leser sollten es schon sein. Mehr als 15 würden den Rahmen sprengen. Es wird sicher viel zu diskutieren geben. Und es muss in einem angemessenen Zeitrahmen einer Sitzung auch jedes Mitglied die Chance haben, ausführlich zu Wort zu kommen.

Wie oft soll das Gremium tagen?

Dreimal im Jahr. Mehr wäre nicht ratsam. Will die Redaktion eine Anregung des Leserbeirats journalistisch und leserfreundlich umsetzen, braucht es mitunter auch eine gewisse Zeit.

Welche Aufgaben haben Sie als Ombudsmann?

Ich werde die Sitzungen terminieren und koordinieren. Aber ich werde keinerlei Einfluss auf die Arbeit des Leserbeirats ausüben.

 
 

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