Lore Otte ein „Engel ohne Flügel“

Lore Otte wird nach mehr als zwei Jahrzehnten als Leiterin der Grünen Damen verabschiedet. Rechts neben ihr Nachfolgerin Marianne Pfeiffer. Im Hintergrund das „Verabschiedungskomitee".
Lore Otte wird nach mehr als zwei Jahrzehnten als Leiterin der Grünen Damen verabschiedet. Rechts neben ihr Nachfolgerin Marianne Pfeiffer. Im Hintergrund das „Verabschiedungskomitee".
Foto: Kai Pottgießer

Plettenberg.. Sie war seit mehreren Jahrzehnten die gute Seele des Plettenberger Krankenhauses und des Seniorenheims. Gestern wurde Lore Otte im großen Rahmen als Leiterin der Ökumenischen Krankenhaushilfe, besser bekannt als Grüne Damen, verabschiedet.

Es sei ein „schmerzlicher Weggang“, wie Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kaufmann betonte. „Sie ist ein Mensch, den man nach all den Jahren nicht mehr missen will.“ Künftig wird man sich an ihr Fehlen gewöhnen müssen. Die rüstige Seniorin möchte endlich mehr Zeit für ihr Privatleben haben.

Überlegtes Lächeln an richtiger Stelle

Viele Lobesworte fanden die Verantwortlichen und Beteiligten gestern im Mehrzweckraum des Seniorenheims für Lore Otte. Sie habe trotz vieler Anstrengungen „ihr Lächeln niemals verloren“, so Kaufmann weiter, habe erfolgreich im Hintergrundgewerkelt und immer auch ihre Mitstreiter motiviert.

Vor allem ihm als Geschäftsführer habe die Zusammenarbeit „viel Spaß bereitet“, so Kaufmann, denn „ihre charmante Art und das überlegte Lächeln an richtiger Stelle“ habe bei Verhandlungen stets zu richtigen Ziel geführt, so beispielsweise zur Einrichtung des jährlichen Ausflugs der ehrenamtlich Engagierten, der in diesem Jahr auf ein Schiff auf der Bigge führen wird.

Bürgermeister Klaus Müller hob in diesem Zusammenhang hervor, dass ehrenamtliche Arbeit zwar von den Ehrenamtlichen selbst nie sehr hoch gehängt werde, die Arbeit aber nicht genug zu loben, da unverzichtbar sei. „Gerade in Zeiten einer immer älter werdenden Gesellschaft stößt der Staat schnell an Grenzen des Leistbaren. Dann sind wir froh, Menschen zu haben, die ehrenamtlich in die Bresche springen.“

Zu den weiteren Rednern gehörten Marita Sievers, Leiterin des Matthias-Claudius-Hauses und des Krankenhaus-Seniorenzentrums, die Otte als „Engel ohne Flügel“ bezeichnete, Klinikseelsorgerin Sigrid Hülle-Majoress, die Ottes „Gespür für Menschen, ihre Sensibilität und das stets offene Ohr“ rühmte, sowie Teresa Dönninghaus, Landesbeauftragte der Grünen Damen und Herren für Westfalen. Lore Otte selbst betonte, wie bewegt sie sei und dankte ihrerseits allen Laudatoren.

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