Linken-Mitarbeiter soll Polizistin gebissen haben

DerWesten
Die Polizei löste in Dortmund Sitzblockaden der Anti-Nazi-Demonstranten auf. Foto Jakob Studnar
Die Polizei löste in Dortmund Sitzblockaden der Anti-Nazi-Demonstranten auf. Foto Jakob Studnar
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Fraktionsvorsitzenden der Linken im NRW-Landtag, Wolfgang Zimmermann. Er soll bei der Demo gegen den Nazi-Aufmarsch in Dortmund eine Polizistin gebissen haben.

Essen. Ein Mitarbeiter der Linken soll bei der Anti-Nazi-Demo in Dortmund eine Polizistin gebissen haben. Gegen ihn wird wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft in Dortmund bestätigt.

Der Beschuldigte arbeitet laut Staatsanwaltschaft im Staab von Wolfgang Zimmermann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Landtag. Er soll eine Polizistin gebissen haben, als die Polizei eine Sitzblockade von Anti-Nazi-Demonstranten habe auflösen wollen. Zu Einzelheiten konnte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch keine Angaben machen.

Partei kritisiert „unverhältnismäßige Gewalt“

Der Mitarbeiter der Linken wollte sich bisher nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Linke wiederum hatte bereits kurz nach den Demonstrationen vom Wochenende die Polizei kritisiert. Sie habe „unverhältnismäßige Gewalt“ gegen Gegendemonstranten ausgeübt.

Bei einem Aufmarsch von 700 Neonazis war es am Samstag in der Dortmunder Nordstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gegendemonstranten gekommen. Mehr als 40 Polizisten und sieben Demonstranten waren dabei verletzt worden.