Lernen mit Hilfe aus Schalksmühle

Francoise Eckern mit einem Lehrer in der Schule in Pakasso. Foto: Rainer Halverscheid
Francoise Eckern mit einem Lehrer in der Schule in Pakasso. Foto: Rainer Halverscheid
Foto: Rainer Halverscheid

Schalksmühle..  Licht und Schatten – Afrika ist ein Kontinent der Gegensätze. Das gilt auch für Mali und die Region Kimparana, das Projektgebiet des Schalksmühler Partnerschaftsvereins Sahelzone. Manchmal schöpft Francoise Eckern, die Vorsitzende Hilfsvereins, Hoffnung.

Etwa wenn sie die große Zwiebelplantage sieht, die Menschen mit der Hilfe aus Schalksmühle gebaut haben. Alles ist grün. Inzwischen wurde 14 Brunnen zur Bewässerung angelegt. Außerdem wird inzwischen Land außerhalb der fußballfeldgroßen Plantage gepflanzt. „Da sieht man, dass unser Projekt angekommen ist und die Menschen beginnen, sich selbst zu helfen“, sagt Francoise Eckern. Zwei Wochen lang hat sie zusammen mit Rainer Halverscheid das Projektgebiet bereist. Die Bilanz der Reise zu den Ärmsten der Armen der Armen ist unter dem Strich positiv. „An vielen Stellen brauchen wir nicht mehr zu helfen. Die Projekte laufen gut.“ Aktuell fällt allerdings ein Schatten auf die Sahelzone, in der das Projektgebiet des Partnerschaftsvereins liegt. Rund sieben Millionen Menschen sind von einer Hungerkrise bedroht. Sie ist die Folge klimatischer Veränderungen, die Eckern und Halverscheid am eigenen Leib zu spüren bekamen. „Es ist bei 35 Grad absolut trocken. Ständig schmeckt man den Staub“, berichtet der Schalksmühler Fotograf. An manchen Stellen türmt sich der Sand. „Einige Dörfer sind bereits verlassen. Sie werden von Sanddünen buchstäblich überrollt.“

Das Leben im Kimparana-Gebiet ist hart, auch wenn es sich langsam etwas verbessert hat. Sechs Monate im Jahr arbeiten die Menschen für die Landwirtschaft, von der sie leben müssen.

Fortschritte imKampf gegen Hunger

In der übrigen Zeit verdienen sie Geld mit Gelegenheitsjobs in den größeren Städten. Oft ergibt sich dazu aber auch keine Gelegenheit. „Gut ist es, wenn die Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen“, sagt Rainer Halverscheid. Francoise Eckern berichtet von einer Gruppe zwölf ehemals arbeitsloser Jugendlicher, die seit 2006 im Zuge eines Projekts einen Gemüsegarten bewirtschaften. Inzwischen ernten sie deutlich mehr, als für den Eigenbedarf notwendig ist und sind jetzt auf Märkten in der Umgebung vertreten. „Davon können sie gut leben“, sagt Francoise Eckern. Das ist ein Fortschritt im Kampf gegen den Hunger und auch gesellschaftlich ein wichtiger Schritt nach vorn. „Diese Männer wandern nicht in die Städte ab. Sie bleiben, stützen ihre Familien und stabilisieren die soziale Lage vor Ort.“ Der Partnerschaftsverein hilft bei Ausbau der Trinkwasservorsorgung, unterstützt Maßnahmen zum Erosionsschutz, gibt Starthilfen für das Kleinhandwerk und mehr. Projektpartner vor Ort ist Ibrahima Biridogou vom ADH Mali (Association pour le Développement Harmonieux et Durable du Mali).

Das Wichtigste aber ist laut Francoise Eckern „Bildung, Bildung und nochmals Bildung.“ Deshalb beteiligt sich der Verein an Schulprojekten. Besonders stolz ist der Vorstand auf eine Einrichtung in Moribilakgoua. „Ehemals gab es hier drei Klassen. Heute sind es neun. Die Übergangsquote zu weiterführenden Schule beträgt fast 100 Prozent“, sagt Francoise Eckern.

 
 

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