Leidet meine alte Katze?

Essen. Es ist wieder Dienstag und unsere Tierärzte beantworten ihre Fragen. Heute geht es um eine alte Katze und einen Hund, den nachts Fressgelüste überkommen.

Frage: Meine Katze ist mittlerweile 19 Jahre alt. In der letzten Zeit ist ihr körperlicher Verfall deutlich zu erkennen. Sie schläft sehr viel, hat kaum noch Muskulatur und sehr dünn.

Ihre Fellpflege vernachläßigt sie, dafür kämme und bürste ich sie jetzt mehr, was ihr nicht so gut gefällt. Ich liebe meine Katze sehr und möchte sie so lange wie möglich bei mir behalten. Ich mache mir aber auch Gedanken darüber, ob sie sich noch wohl fühlt? Zur Zeit hat sie noch keine Schmerzen, worauf muss ich achten um erkennen zu können ob es besser ist sie einschläfern zu lassen. Ich möchte auf keinen Fall, dass sie durch meine Schuld leidet.

Antwort: Ihre Katze hat mit 19 Lebensjahren ein fast schon biblisches Alter erreicht. Herzlichen Glückwunsch daß Ihrer Katze bisher all diese Lebensjahre geschenkt wurden. Sie schildern sehr gut das mitunter typische Erscheinungsbild einer sehr alten Katze. Sie schreiben, daß Ihre Katze zur Zeit noch keine Schmerzen hat. Das Erkennen und Quantifizieren von Schmerzen bei Tieren ist eine schwierige und gewagte Aufgabe. Wichtig wäre es, zu versuchen sich in Ihre Katze hineinzudenken, um zu begreifen wo und wie stark Ihre Katze eventuell Verschleißerscheinungen, wie Arthrose oder Muskelschwund oder andere körperliche Leiden haben könnte. Dazu wäre ein Besuch bei einem Tierarzt sehr sinnvoll, welcher durch ein klärendes Gespräch mit Ihnen über das Verhalten Ihrer Katze wertvolle Informationen sammeln könnte, um dann mit Ihnen zu entscheiden ob weitere diagnostische Hilfsmittel wie Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen des Bauches und oder des Herzens Klarheit in den Gesundheitsstatus Ihrer Katze bringen könnte. Auch gibt es heutzutage die verschiedensten Schmerztherapien bei der Katze.

Ich empfehle Ihnen zum Wohle Ihrer Katze den Besuch zu einem Tierarzt Ihres Vertrauens, welcher mit Sicherheit mit Ihnen zusammen einen Weg finden wird den Gesundheitszustand Ihrer Katze zu verstehen, um dann mit Ihnen zusammen einen Therapieplan zu erstellen oder auch gegebenenfalls mit Ihnen über das Abschied nehmen von Ihrer Katze zu diskutieren.

Frage: Mein Hund ist sehr wählerisch beim Fressen, darum bekommt er selbst gekochtes. Trockenfutter verschmäht er gerne. Neuerdings hat er allerdings die Angewohnheit, nachts noch einmal zu seinem Freßnapf zu gehen, um Trockenfutter zu fressen, was wir ihm zusätzlich anbieten. Ich glaube aber nicht, dass er zu wenig Futter bekommt. Er hat viel Auslauf, ist nicht zu dick und ansonsten auch völlig gesund. Sollte mich das beunruhigen? Soll ich kein zusätzliches Trockenfutter anbieten? Natürlich trinkt er dann auch eine Menge dazu.

Antwort: Ihr Hund hat genügend Auslauf, er ist nicht zu dick und völlig gesund , warum sind sie beunruhigt?

Man sollte immer darauf bedacht sein, nicht der Hund bestimmt, was wie gemacht wird, sondern sein Herrchen (oder Frauchen). Wenn er ausreichend ernährt ist, weshalb sollte er in der Nacht gefüttert werden?

Wenn sie zukünftig mit dem Bällchen während des Fressens auftíppen, wird er zukünftig nicht mehr fressen, ohne das Sie es machen. Schon mal etwas von Pawlow gehört?

Haben auch Sie eine Frage zu Ihrem Haustier? Dann senden Sie diese einfach an tiere@derwesten.de

Die Antworten werden jeden Dienstag auf www.DerWesten.de/tiere vorgestellt.

Weitere Informationen zur Praxis von Dr. Gmeiner und Dr. Höptner finden Sie unter http://www.kleintierpraxis-mh.de

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