Kurzer Fußweg zumutbar

Julia aus der Klasse 2 verteilt vor der Grundschule Handzettel an Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schule fahren.
Julia aus der Klasse 2 verteilt vor der Grundschule Handzettel an Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schule fahren.
Foto: WR

Herscheid. Viele Autos fahren langsamer den Rahlenberg hinauf. Spätestens wenn sie die Personengruppe auf dem Bürgersteig vor der Grundschule stehen sehen, gehen sie vom Gas.

So war es am Donnerstagmorgen vor Schulbeginn, als Bürgermeister Uwe Schmalenbach mit Schulleiterin Annerose Nessel, Eltern und Schülern Handzettel verteilten. Auf diesen Handzetteln steht unter anderem: „Bitte fahrt uns nur bis zum Hallenplatz.“

Ständiges Ein-
und Ausparken

Adressaten waren die Eltern, die ihre Kinder immer noch bis unmittelbar vor die Schule fahren – und damit morgens und mittags für Behinderungen und nicht selten auch für unmittelbare Gefährdung der Schulkinder sorgen, die zu Fuß zur Schule kommen oder die Schule verlassen. „Das ständige Ein- und Ausparken vor der Schule oder das Anhalten auf dem Bürgersteig verunsichert die Kinder,“ betont Annerose Nessel.

Seit der Eltern-Informationsveranstaltung vor einigen Wochen und der Berichterstattung in der Presse habe sich die Situation aber etwas verbessert, erläuterte die Schulleiterin. „Da sei bei einigen Eltern offenbar eine gewisse Sensibilisierung für die Verkehrssituation erreicht worden.“ Die Schulleiterin appellierte an alle Eltern, ihre Kinder nur bis zum Hallenplatz zu fahren, so wie es auf den Handzetteln der Kinder steht. Der kurze Fußweg zur Grundschule sei in jedem Fall zumutbar. Bürgermeister Schmalenbach sprach einige Mütter freundlich an und erläuterte die Situation. Gleichzeitig übergaben Grundschüler den Müttern im Beisein von deren Kindern die Handzettel. „Das zeigt hoffentlich Wirkung,“ so Annerose Nessel.

 
 

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