Kultur-Café in der Kaffeerösterei

Foto: WR

Lünen..  Die Sanierungsarbeiten im Inneren der alten Kaffeerösterei an der Cappenberger Straße laufen auf Hochtouren, und auch ein Betreiber für Gastronomie und Handel ist gefunden: Klaus Beyer aus Dortmund-Grevel hat dem Betreiber-Ehepaar Ahlert bereits eine mündliche Zusage gegeben.

Beyer wird im Erdgeschoss ein Kunst- und Kulturcafé betreiben sowie Wein und Süßwaren sowie Feinkost anbieten. Somit wird sich, in Abweichung von den Ursprungsplänen des Eigentümer-Ehepaars Ahlert, alles in einer Hand und unter einem Dach befinden, wofür ursprünglich getrennte Ladenlokale vorgesehen waren.

Klaus Beyer ist mit solchen Konzepten schon bestens vertraut: Sein Dorf-Café in Dortmund-Grevel war ein beliebter und gut besuchter Treffpunkt – bis im September die Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung standen. Aus diesem Erfahrungsschatz will er schöpfen. Regelmäßig sollen in dem Café, das auch zur Frühstückszeit bereits geöffnet sein soll, Kunstausstellungen stattfinden. „Im Dorf-Café hatten wir drei oder viermal im Jahr Konzerte und Lesungen, das möchte ich in Lünen noch weiter ausbauen“, kündigt er an. An den Details werde zwar noch gearbeitet, aber sobald die genauen Raumzuschnitte feststehen würden, werde auch an den konkreten Konzepten gearbeitet – übrigens auch zusammen mit den Künstlern, die im Gebäude ihre Ateliers haben.

Das Ehepaar Ahlert hatte die alte Kaffeerösterei Anfang des Jahres ersteigert, nachdem das Gebäude lange Zeit unter Zwangsverwaltung stand. Die Sanierungsarbeiten im Inneren sind Anfang Oktober gestartet. Dabei würde viel Wert auf die energetische Seite gelegt, erläuterte Melanie Ahlert auf Anfrage unserer Zeitung. Neue Fenster, Isolierung und ein Austausch der alten Heizungsanlage gegen Fernwärme-Versorgung seien geplant, die Wärme-Leitungen schon ans Gebäude herangeführt. Die historische Fassade soll im Originalzustand erhalten werden. „Wir werden sie sandstrahlen lassen“. so Melanie Ahlert. Dadurch soll sie dann auch wieder im ursprünglichen Glanz erstrahlen.

Im Obergeschoss des Gebäudes sollen altengerechte, barrierefreie Wohnungen entstehen: Eckhardt Ahlert ist im sozialen Bereich äußerst engagiert und war unter anderem Gründungsmitglied des Sozialwerks St. Georg, das selbst eine Reihe solcher Wohnungen besitzt.

Die Vorfreude und der Optimismus bei den Ahlerts sowie bei Klaus Beyer sind groß. Wenn alles nach Plan läuft, dann sollen die Arbeiten am Gebäude um Ostern herum beendet sein und der Einzug des Gastronomen beginnen.

 
 

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