Künstler brillieren mit Barock

Enrico Orlandi faszinierte in der Friedenskirche.
Enrico Orlandi faszinierte in der Friedenskirche.
Foto: Dietmar Wäsche

Bergkamen..  Italienische Musik hat mehr zu bieten als das allseits bekannte „‘O sole mio“. Weil mit Stereotypen aufgeräumt werden sollte, hat das Italienische Konsulat Dortmund in Zusammenarbeit mit der Stadt Bergkamen ein einzigartiges Konzert in der Friedenskirche organisiert. Sechs italienische Musiker zeigten am Sonntagabend, was ihre Kultur noch alles in sich birgt.

Fröhlich, leicht und tänzerisch, das macht italienische Musik aus der Renaissance und dem Barock aus. Und genau so präsentierte das Ensemble für alte Musik „Tastar de Corde“ die Werke aus diesen Epochen. Die originale, unverkennbare Barockstimmung riefen die Künstler durch zeitgenössische Instrumente hervor. So durfte beispielsweise ein Cembalo nicht fehlen. Dabei werden die Saiten durch Kiele angerissen und nicht angeschlagen wie bei einem Klavier, was den unverwechselbaren Klang beschert.

Bass mit zwei
Wirbelkästen

Zum Einsatz kam auch eine Theorbe. Einen verlängerten Hals mit einem zweiten Wirbelkasten verleiht dem Bassinstrument sein besonderes Aussehen. Besonders brillierten jedoch Enrico Orlandi auf der Violine und Hyo Soon Lee als Sopranistin. „Wir wollen unsere Kultur vorstellen und dabei auch Musik, die nicht so bekannt ist“, erklärte Dr. Gabriele Galipò, der Chef des Sekretariates des Italienischen Konsulats Dortmund. Ein Blick in das Programm bestätigte: Für Laien waren die Namen der Komponisten nichtssagend. Dabei habe zur Zeit der Renaissance und des Barock die italienische Musik eine besondere Stellung in Europa gehabt, betonte Galipò stolz. „Damals war Italien für Europa besonders wichtig und Venedig sogar die musikalische Hauptstadt.“

Schon nach den ersten Stücken zeigte sich, dass das Konzert ein Erfolg war. Das Publikum belohnte die italienische Combo, die alleine für das Konzert in Bergkamen aus der Heimat angereist war, mit langem Applaus..

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