Kosten im Gesundheitswesen sind unnötig hoch

Laut der DGbV werden viele Einsparpotenziale im Gesundheitswesen nicht genutzt. Patienten, die ihre verordneten Medikamente nicht nehmen, sorgen beispielsweise für Kosten von etwa 15 bis 20 Milliarden Euro.
Laut der DGbV werden viele Einsparpotenziale im Gesundheitswesen nicht genutzt. Patienten, die ihre verordneten Medikamente nicht nehmen, sorgen beispielsweise für Kosten von etwa 15 bis 20 Milliarden Euro.
Laut der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement bleiben Einsparpotenziale im Gesundheitswesen meistens ungenutzt. 15 bis 20 Milliarden Euro Kosten entstehen beispielsweise, weil Patienten ihre Medikamente nicht einnehmen.

Berlin. Mit der Förderung der Therapietreue und Gesundheitskompetenz der Betroffenen durch Patientencoaching würde den Patienten viel Leid erspart und gleichzeitig unnötige Ausgaben vermieden. Zu dieser Ansicht gelangte jetzt die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement (DGbV) und kritisiert, dass die Akteure im Gesundheitsbereich zwar über leere Kassen klagen, aber zu wenig dagegen tun. Für die kommenden Jahre werden sogar weiter steigende Krankenkassenbeiträge prophezeit. Die möglichen Einsparpotenziale werden aber laut DGbV ignoriert oder nur halbherzig angegangen.

Mangelnde Therapietreue kostet viel

So nimmt beispielsweise fast jeder zweite Patient mit einer chronischen Erkrankung die verordneten Medikamente nicht konsequent ein. Selbst Krebspatienten und lebensgefährlich Erkrankte setzen häufig von sich aus die vom Arzt verordneten Pharmaka ab. Durch diese mangelnde Therapietreue ist nicht nur der Behandlungserfolg gefährdet, sondern werden in Deutschland auch viele Krankheiten chronisch, was mit zusätzlichen Folgekosten in Höhe von etwa 15 bis 20 Milliarden Euro verbunden ist. Zudem kritisiert die Gesellschaft, dass zahlreiche Kliniken ineffektiv arbeiten und Verluste machen, für die der Steuerzahler aufkommen müsse. Viele Krankenhäuser seien für die Versorgung der Bevölkerung überflüssig geworden. Dennoch kokettierten zahlreiche Bürgermeister und Landräte mit der tollen Gesundheitsversorgung in ihrer Region. Das sei ein Politikum, da über sieben Milliarden Euro im Krankenhausbereich eingespart werden können. Daher fordert die DGbV von den Politikern eine konsequente Ausrichtung der medizinischen Leistungen. Dabei hat sie sich an dem Bedarf der Bevölkerung zu orientieren. (mp)

 
 

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