Klick will mit C-Jugend durchstarten

Mannschaftsbesprechung beim Turnier in Nachrodt. Im Bild die Minikicker der VfK Iserlohn.
Mannschaftsbesprechung beim Turnier in Nachrodt. Im Bild die Minikicker der VfK Iserlohn.
Foto: Timo Ziomkowski

Nachrodt..  Eine Werbung für den Jugendfußball waren am Wochenende die Turniere der Sportvereinigung (SpVgg) in der Lennehalle. So freuten sich Jugendleiter Arthur Klick und sein Team über mehr als 350 Zuschauer pro Spieltag.

Im Blickpunkt stand die Mannschaft, für die es faktisch um nichts ging: Die Minikicker (G-Jugend) im Alter von vier bis sechs Jahren. Hier zählt allein der Spaß an Spiel und Bewegung. „Um den Leistungsdruck zu mindern, verzichten wir auf die Veröffentlichung von Spielergebnissen“, so Wolfgang Kunde, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses im Fußballkreis Lüdenscheid. Sechs G-Mannschaften spielten so nach dem Turniermodus „Jeder gegen jeden“. Verlierer gab es nicht. Alle Teams erhielten große Pokale.

Die Nachrodter Minikicker werden von Tanja Hartwig trainiert. Am Spielfeldrand ist sie in ihrem Element, wechselt oft aus, damit alle zum Einsatz kommen. „Das verlangt Fingerspitzengefühl. Ich muss mich auf jedes Kind individuell einstellen und alle gemeinsam motivieren.“ In der G-Jugend der Sportvereinigung sind 13 Kinder aktiv. Die könnten kaum fußballbegeisterter sein. Schon steht das nächste Turnier in Boehlerheide an.

Nur eine funktionierende Jugendabteilung mit Teams in allen Altersklassen liefert den notwendigen Unterbau für die Seniorenmannschaften eines Vereins. Genau hier gibt es in Nachrodt Probleme. „Wir haben keine C-, B- und A-Jugend“, bedauert Arthur Klick. Diese Klassen will der rührige Jugend-Chef wiederbeleben.

Im Vorfeld der nach den Sommerferien beginnenden neuen Saison plant der Verein eine neue C-Jugend. Dafür werden 14- und 15-Jährige gesucht. Infos gibt es im Internet unter http://spvggnachrodt-jugend.de. „Wir müssen Spieler zurückgewinnen, die uns aus der D- und E-Jugend verlassen haben“, erklärt der Jugendleiter. Aus der aktuellen D-Jugend gibt es kaum Nachrücker. Diese Kids können fast alle noch ein weiteres Jahr in ihrer Klasse spielen. Dank neuer Verbandsregeln werden ab August nur noch neun Spieler pro D-Jugendteam benötigt. „Vielleicht können wir dann zwei Mannschaften melden“, hofft Klick.

Die in Nachrodt gemachten Jugendfußball-Erfahrungen entsprechen laut Wolfgang Kunde der landesweiten Lage. „Noch nie haben wir in einer Saison so viele Abmeldungen von Jugendteams erlebt“, berichtet er aus dem Herbst 2010. Vor allem ältere Jugendliche sind schwer zu begeistern. Der Verband hält mit der guten Ausbildung von Trainern und Betreuern dagegen.

„Sie müssen den Kindern mit einem abwechslungsreichen Training Spaß und Begeisterung am Fußballsport vermitteln“, so der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses. Wie das geht, erklärt der Verband bei der Trainerausbildung oder auch bei Fußballwochenende für Vater und Sohn in der Sportschule Kaiserau.

Dieser Service kostet ebenso wie die Turnierorganisation und die Bereitstellung von Schiedsrichtern Geld. Vereine ohne Jugendarbeit müssen daher einen Beitrag an den Verband überweisen. Davon ist Nachrodt dank der funktionierenden D-, E-, F- und G-Jugendteams nicht betroffen.

 
 

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