Klage vor Gericht wegen Erdbeben durch Kohleabbau

Kohleabbau unter Tage
Kohleabbau unter Tage
Foto: WAZ
Jahrelang hat es vor allem in Rünthe und Overberge wegen des Kohleabbaus gescheppert und gerappelt. Eine Entschädigung soll es aber nicht für die betroffenen Bürger von der RAG geben.

Bergkamen.  Jahrelang hat es vor allem in Rünthe und Overberge wegen des Kohleabbaus gescheppert und gerappelt. Eine Entschädigung soll es aber nicht für die betroffenen Bürger von der RAG geben.

Diese ablehnende Haltung empört den Sprecher des Aktionskreises „Wohnen und Leben Bergkamen“, Karl-Heinz Röcher, weil er eine Ungleichbehandlung von Betroffenen im Saarland und des Ruhrgebiets sieht. Während im Saarland die RAG die Beeinträchtigungen durch Erschütterungen nach einem Gerichtsurteil ausgleicht, sollen die Menschen im Pott leer ausgehen.

Und was ihn noch mehr empört, ist die Begründung: Die Saarländer hätten eine besonders ausgeprägte Betroffenheit aus bergbauinduzierten Erdbeben entwickelt, die Bewohner des Ruhrgebiets aber nicht, erfuhr er jetzt während eines Gesprächs des Landesverbands der Bergbaubetroffenen, an dem er als Vorstandsmitglied teilnahm. Auch aus subventionsrechtlichen Gründen könne die RAG keine Entschädigung leisten.

Das alles wollen der Landesverband und der Aktionskreis so nicht stehen lassen. Sie wollen jetzt ihrerseits vor Gericht gehen und ihre Schadenersatzansprüche einklagen. Röcher: „Das dauert zwar etwas länger, wird für die RAG sicherlich nicht billiger und wird auch ihr Ansehen in der Öffentlichkeit nicht stärken. Außerdem sehen wir nach wie vor die Landesregierung im Boot, dafür Sorge zu tragen, dass die Zigtausenden von Geschädigten in NRW nicht schlechter gestellt werden als im Saarland.“

 
 

EURE FAVORITEN