Kampf für Kinderrechte: Journalisten geehrt

DerWesten
Natalia Wörner und Christina Rau. Foto: Imago
Natalia Wörner und Christina Rau. Foto: Imago
Foto: imago stock&people

Berlin. Die Duisburger Kindernothilfe ehrte am Freitagabend im Berliner ewerk Journalisten für ihre herausragenden Beiträge rund um das Thema Kinderrechte.

„Yusuf kam letzte Nacht. Yusuf, 15, aus einem Dorf bei Kabul, das vierte Kind arbeitsloser Eltern. Mit seiner Brille könnte man ihn für einen angehenden Ingenieur halten (. . .). Er wurde mit einem gefälschten Ticket auf Samos erwischt.“

Wir hätten Yusuf und andere Kinder in Not nie kennengelernt, wäre nicht die Journalistin Meike Dinklage nach Griechenland gereist, um die Lebenslage von Flüchtlingskindern zu recherchieren. Am Freitagabend zeichnete die Duisburger Kindernothilfe die „Brigitte“-Reporterin für ihren Beitrag „Gerettet?“ mit ihrem Medienpreis „Kinderrechte in der einen Welt“ aus.

Zu dem Festakt in Berlin-Mitte, im Ewerk mit seinem altindustriellen Charme, kamen unter anderem Heinz Hoenig, Anouschka Renzi, Dietrich Mattausch und Sabine Kaack. Auf der Bühne standen zudem Jutta Speidel und Natalia Wörner. WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz moderierte den Abend, und für die Musik waren der Recklinghäuser Rock-Sänger Thomas Godoj und seine Band zuständig. Die Preisverleihung steht jedes Jahr unter der Schirmherrschaft von Christina Rau.

Neben dem Print-Preis für Meike Dinklage ging „Kinderrechte in der einen Welt“ auch an: Golineh Atai (TV, WDR, „Suche Kind, zahle bar – die Adoptionslobby“), Rebecca Hillauer (Hörfunk, RBB, „Junge Seelen, billige Ware. Kinder im Sextourismus“) und Christoph Gödan (Foto, Kontinente, „Die großen Mütter – Afrikanische Großmütter“).

Einen Sonderpreis erhielt die Kinderrechte-Journalistin Bergit Fesenfeld für ihr langjähriges Engagement.