'Kaltes Beet' und Warmbeet

Stuttgart (dapd). Grundsätzlich wird zwischen zwei Frühbeet-Formen unterschieden. "Beim sogenannten 'kalten Beet' haben wir einen normalen Verfrühungseffekt für Kopfsalat, Kohlrabi und Co - aber eben an Ostern noch keinen eigenen Salat", erklärt Harald Schäfer vom Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg. Da es nur von der Sonne erwärmt wird, bestehe aber auch keine Gefahr durch schädliches Nitrat - wie bei der zweiten Frühbeet-Variante, dem Warm- oder Mistbeet. Dieses nutze Wärme, die beim Verrottungsprozess entsteht. Bis zu acht Wochen, erklären die Gartenexperten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, liefere diese 'Bodenheizung' Wärme. Ein solches Frühbeet könne deshalb schon sehr früh und selbst bei recht kalten Außentemperaturen genutzt werden. "Durch die Mistpackung, etwa Pferdemist, wird aber auch Stickstoff frei gesetzt", warnt Schäfer. Bei gleichzeitig geringer Lichtintensität könne sich dadurch Nitrat in den Adern von Blattgemüse anreichern. "Ich empfehle die Mistgabe deshalb nur, um Wärme liebendes Gemüse wie Paprika, Auberginen und Tomaten anzutreiben", betont der Gartenexperte. dapd/T2013031950835/plu/K2200/hah

 
 

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