Kälteschock in NRW – bis zu minus 20 Grad sind möglich

Sebastian Schürmann
Der Winter hat sich in Deutschland eingenistet und sorgt weiter für frostige Temperaturen. Auch zum Wochenende hin bleiben Mütze, Schal und Handschuhe unverzichtbare Begleiter.
Der Winter hat sich in Deutschland eingenistet und sorgt weiter für frostige Temperaturen. Auch zum Wochenende hin bleiben Mütze, Schal und Handschuhe unverzichtbare Begleiter.
Foto: Ute Gabriel/WAZ FotoPool
Der Winter hält Deutschland weiter umklammert. Donnerstag und Freitag gehen die Temperaturen noch mal richtig in den Keller: Dauerfrost lässt die Menschen an Rhein und Ruhr bibbern. Nachts können in höheren Lagen Tiefstwerte von minus 20 Grad erreicht werden.

Bochum. Der Winter hat sich in Deutschland eingenistet und sorgt weiter für frostige Temperaturen. Auch zum Wochenende hin bleiben Mütze, Schal und Handschuhe unverzichtbare Begleiter. „Bereits ab Donnerstag gehen die Werte in den Keller“, bestätigt Roland Vögtlin vom Wetterdienst Meteomedia in Bochum.

Donnerstag und Freitag bewegt sich das Thermometer tagsüber zwischen minus zwei Grad an Rhein und Ruhr sowie minus sechs Grad im Hochsauerland. Nachts herrschen frostige Verhältnisse: Die Temperaturen sinken auf bis zu minus fünfzehn Grad. In höheren Lagen können sogar Tiefstwerte von minus 20 Grad erreicht werden, wenn es dort länger aufklart.

Kalte Strömungen, die vom Baltikum nach Deutschland ziehen, seien die Ursache, sagt Wetterexperte Vögtlin. Im übrigen Deutschland werden ähnlich tiefe Temperaturen erreicht. Nur der äußerste Südwesten bleibt von der Kältestarre verschont.

Am Wochenende wird es milder

Die Sonne bleibt in den kommenden Tagen ein seltener Gast: Nur stellenweise bricht sie durch die dichte Wolkendecke. In Nordrhein-Westfalen bleibt es überwiegend trocken, größere Schneemengen werden nicht mehr fallen. Von der Lausitz bis nach Bayern fällt weiterhin leichter Schnee.

Für das Wochenende stehen in NRW etwas mildere Temperaturen in Aussicht. Am Samstag bewegen sich die Werte am Rhein in Bereichen um null Grad, im Ruhrgebiet um minus zwei Grad. Am Sonntag kratzt das Thermometer sogar an den Plusgraden.

Ob es dabei auch weiterhin trocken bleibt, kann Wettervogel Roland Vögtlin noch nicht bestätigen: Von Westen drängt ein neues Tief über dem Atlantik in Richtung Europa. Mit im Gepäck hat es gefrierenden Regen, der für spiegelglatte Straßen sorgen könnte. Autofahrer sollten deshalb auch bei etwas milderen Temperaturen weiterhin vorsichtig fahren.