Job-Garantie im Krankenhaus

das Altenaer St. Vinzenz Krankenhaus
das Altenaer St. Vinzenz Krankenhaus
Foto: WR

Altena. Die rund 200 Mitarbeiter des Altenaer St. Vinzenz-Krankenhauses haben vom neuen Träger, der Deutschen Klinik Union (DKU) aus Bergisch-Gladbach, für fünf Jahre eine Beschäftigungsgarantie bekommen.

Beim Besuch gestern an der Bornstraße demonstrierten die neuen Eigentümer Zuversicht: „Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei, jetzt ist Expansion angesagt“, so Dr. Armin Wurth und Dr. Dietmar Stephan, die Chefs des neuen Trägers. Allerdings, so ihre Einschränkung, gebe es mit Blick auf eine gute Zukunft noch einiges zu tun. So sind die neuen Eigentümer daran interessiert, weitere Fachärzte ins Medizinische Versorgungszentrum zu holen, das dem Krankenhaus angeschlossen ist. Aktuell laufen Gespräche mit drei Kandidaten.

Gehaltsverzichtder Mitarbeiter

Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister bleibt über 2011hinaus im Amt. Als Entlastung bekommt er einen zweiten Geschäftsführer zur Seite gestellt. Rentemeister, der aus Olpe kommt und Ruheständler ist, hatte die Geschäftsführung im Sommer 2009 übernommen. Er führte die Verhandlungen zur Rettung des Krankenhauses. An deren Ende hat nun die katholische Kirche als bisheriger Träger das Krankenhaus an die DKU verkauft.

Zur wirtschaftlichen Gesundung leisten die Beschäftigten einen Beitrag, zu dem die Verantwortlichen gestern erstmals Einzelheiten nannten. So verzichten rund 140 Mitarbeiter für fünf Jahre monatlich auf pauschal 3,5 Prozent ihres Einkommens. Auch die Mitarbeiter des ärztlichen Personals - rund 60 – haben einen Gehaltsverzicht akzeptiert, allerdings nicht pauschal, sondern leistungsbezogen. Für alle gilt: Läuft es gut, fällt ihr Einkommensverlust geringer aus.

Nach außen will sich der neue Eigentürmer zurückhalten: Es bleibt beim Namen St. Vinzenz. Nur auf dem Briefkopf soll unten rechts dezent auch das DKU-Logo stehen.

 
 

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