Jeder läuft gegen eigene Bestzeit

Marathon über die Halde Großes Holz, hier Ralf Lohrke
Marathon über die Halde Großes Holz, hier Ralf Lohrke
Foto: Dietmar Wäsche

Bergkamen.. Der Wind blies kalt aus Osten. Immer wieder regnete es und erst am Nachmittag durchdrang die Sonne die Wolkendecke. Da hatten viele der Läufer, die sich vergangenen Samstag dem vierten Bergkamener Panorama-Marathon rund um die Halde stellten, bereits einige Runden und viele Kilometer hinter sich.

Erneut scheuten die Langläufer nicht Wind und Wetter und folgten der Einladung von den beiden Veranstaltern Jörg Gerlach und Frank Bartsch. „Wir haben in diesem Jahr eine neue Route um die Halde gewählt, damit unseren Wiederholungstätern nicht langweilig wird“ erzählt Frank Bartsch Unterhalb der Halde führte die abgesteckte Runde im Bogen zum Höhenplateau hinter dem Gipfel und zurück.

Rekordbeteiligung

Eine Runde war so 6,1 Kilometer lang. Sieben Runden waren nötig, um die volle Marathondistanz zu schaffen. „Wir hatten allerdings ganz verschiedene Läufer, die Halbmarathons bis Extremläufen über 50 km absolvierten. Jeder konnte ja entscheiden, wie viel Runden er laufen möchte“ erklärt Frank Bartsch. Insgesamt 26 Läufer, darunter auch acht Frauen gingen in diesem Jahr an den Start, Rekord für die Veranstaltung.

So auch Thomas Skopp, der zum ersten Mal am Bergkamener Panorama-Marathon teilnahm. Er traute sich den Halbmarathon zu und stand ihn trotz der widrigen Bedingungen auch durch. „Die Idee für eine Teilnahme an diesem Lauf entstand eigentlich einer Bierlaune. Aber dieser Lauf ist ernst zu nehmen. Gerade die Steigungen rund um die Halde sind für einen Hobbyläufer nicht zu unterschätzen“ erzählt Thomas Skopp. Über 500 Höhenmeter waren für einen Marathonlauf insgesamt zu überwinden. Für Profis gewiss kein Problem, aber für die Läufer des Panorama-Marathons eine große Herausforderung. Schnellster Ultra-Marathon-Läufer war am Samstag der Bergkamener Heinz Schröder, der die 48,8 km in 4:50 Stunden absolvierte, gefolgt vom Stuttgarter Klaus Neumann (5:27 Stunden) und Gisela Hertz aus Steinfurt (5:38 Stunden). Den schnellsten Marathon über 42,7 km absolvierte Ralf Lohrke aus Werne in 4:40 Stunden. Es folgten Thomas Kuschel (4:46 Stunden) und Veranstalter Jörg Gerlach (4:52 Stunden) auf den Plätzen zwei und drei.

„Wir sehen diese Veranstaltung aber auch als Trainingslauf. Jeder läuft hier vor allem für sich und gegen seine Bestzeit oder gesteckten Ziele“ erklärt Frank Bartsch. Den familiären Charakter der Veranstaltung konnte man besonders an der Verpflegungsstation am Parkplatz zur Erich-Ollenhauer-Straße erkennen, den die Läufer ein ums andere Mal passierten. Hier konnte sich mit Getränken und Brötchen gestärkt oder einfach für ein paar Minuten ausgeruht werden. Bei Laufzeiten von bis zu sieben Stunden war dies auch öfters nötig. Zusätzlich diente die Veranstaltung auch einem guten Zweck. Die Startgelder der Teilnehmer von fünf bzw. zehn Euro wurde der Philipp-Lahm-Stiftung für Sport und Bildung gestiftet.

„Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung und der großen Läuferresonanz. Daher wird mit Sicherheit auch im nächsten Jahr wieder ein Lauf stattfinden. Dann vielleicht über die Haldenspitze“, erzählt Frank Bartsch, „ein bisschen Abwechslung und neue Herausforderungen können ja nie schaden.“

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