Irischer Wolfshund aus Unna will ins Guinness-Buch

Königsborn. Wölfi ist größer als jeder andere Hund der Welt – dabei ist er erst drei Jahre alt und wächst noch. Bei seinen 110 Zemtimetern Schulterhöhe ist also lange nicht Schluss. Jetzt will Iris Bürgel aus Unna mit ihrem irischen Wolfshund ins Guinness-Buch der Rekorde.

110 Zentimeter Schulterhöhe und 87 Kilo geballte Spielfreude. Tendenz: wachsend. Das ist „Wölfi”, der irische Wolfshund von Iris Bürgel. Die Königsbornerin besitzt den wahrscheinlich größten Hund der Welt, denn bereits jetzt überragt er den amtierenden Weltrekordhalter aus dem Guinness-Buch der Rekorde, „Giant George”, eine Deutsche Dogge, um einen Zentimeter.

Wölfi hingegen ist noch nicht ganz ausgewachsen – zwei Zentimeter könnten noch hinzukommen. Noch ist unklar, wie lang Wölfi noch wächst „Wenn der Tierarzt bestätigt, dass er ausgewachsen ist, werde ich ihn beim Guinness-Buch anmelden”, kündigt die 42-Jährige an, „doch Wölfi wird erst Ende Juli drei Jahre alt.”

Outer Limits Nonplusultra

Als die Bürgels ihren Hund als Welpen bekamen, hieß er noch „Outer Limits Nonplusultra”, denn der Züchter hatte ihm den martialischen Namen verpasst, obwohl nicht abzusehen war, dass er so groß werden würde. „Aber rufen sie ihren Hund mal im Park so”, gibt Iris Bürgel zu bedenken. „Wir nennen ihn Wölfi, das ist kürzer und er hört wenigstens nicht drauf.”

Des schwerbehinderten und autistischen Sohnes wegen hatte der Hund vor knapp drei Jahren den Weg in die Familie gefunden. „Nicht umsonst nennt man Irische Wolfshunde auch sanfte Riesen”, erklärt die Königsbornerin, „denn bei unserem Sohn konnte es schon mal passieren, dass er dem Tier in die Augen fasst oder an den Ohren zieht.” Außerdem hat sie mit Wölfi eine private Hundeschule besucht, um ihn auf den Umgang mit Behinderten vorzubereiten. „Er kann sogar Socken ausziehen und Ampelknöpfe drücken”, sagt Iris Bürgel stolz. Inzwischen wohnt ihr Sohn aber in einem Pflegeheim.

2,20 Meter von Kopf bis Schwanz

Wenn Wölfi, von Kopf bis Schwanz rund 2,20 Meter lang, sich zur Ruhe legt, nimmt er eine komplette Matratze ein. Erstaunlich ist bei diesen Maßen, dass der Hund mit nur 15 Kilo hochwertigem Giant-Futter im Monat auskommt. „Im Sommer allerdings pflückt er sich Kirschen und Beeren in unserem Wildgarten”, erzählt die Besitzerin, die selbst 1,68 Meter misst, und beschreibt das Wesen ihres „kleinen Spinners” so: „Andere Hunde interessieren ihn überhaupt nicht, er lässt sich von jedem streicheln und hat absolut keinen Jagdtrieb.” Ursprüglich, sagt sie, sei die Rasse nämlich gezüchtet worden, um Ritter von ihren Pferden zu stoßen.

Unwahrscheinlich, dass Wölfi das bewusst ist, denn selbst vor kläffenden Chihuahuas hat er Angst. „Meine Freundin hat einen, und wenn der bellt, versteckt sich Wölfi hinter mir”, verrät Iris Bürgel. Lediglich renovieren müsse man zuhause des öfteren, denn der Hund lebt mit im Haus. „Er ist äußerst familiengebunden und würde im Zwinger eingehen.”

 
 

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