Investor verbreitet Optimismus

Martin Ahlers
Ansicht der geplanten Lippe-Galerie Fremdbild ## Lippetorcenter ##
Ansicht der geplanten Lippe-Galerie Fremdbild ## Lippetorcenter ##
Foto: WAZ FotoPool

Dorsten. „Wir wollen nicht nur bunte Bilder präsentieren“, formulierte der Bürgermeister eingangs der Konzept-Präsentation mit Investor Herbert Krämer.

Der wartete auf mit dem Entwurf seines Hausarchitekten Gerd Johannsen (Büro Boge/Johannsen, Hamburg) für einen Neubau des Lippetor-Centers und viel Optimismus für eine Realisierung seiner Pläne. Noch bis Ende Juli kann Krämer von seiner Option Gebrauch machen, das Grundstück an die Stadt zurückzugeben.

„Wir habe aber im Moment keine Zweifel, dass wir unser Ziel erreichen“, sagt Krämer. Das Interesse potenzieller Mieter sei „sehr groß“, konkrete Verträge könnten in Kürze folgen, sobald eine Baubeschreibung vorliegt. Das neue Center mit dem Arbeitstitel „Galerie Lippe“ könne „ein Zwillingsbruder“ seiner bereits bestehenden Immobilie in Bergisch-Gladbach werden, sagt Krämer.

Namen von potenziellen Ankermietern für die zentralen 2500 qm-Flächen in drei Verkaufsgeschossen nennt der Investor noch nicht – wohl auch mit Blick auf jene, die noch auf ein Scheitern des Projekts spekulieren. Zwei konkrete Interessenten gebe es für die Segmente Lebensmittel und Elektronik – letzteres trotz des anstehenden Mediamarkt-Neubaus am Bahnhof.

Weiteren Einzelhandel auf den Nachbarflächen werde es künftig nicht geben, betont der Bürgermeister: „Mit rund 12 000 Quadratmeter im neuen Lippetorcenter ist ausgeschöpft, was das Einzelhandelsgutachten als Ergänzung zur Innenstadt vorsieht.“

Noch ein halbes Jahr bleibt Herbert Krämer für die Vorbereitung des ambitionierten Projekts, in das nach seinen Angaben „50 bis 60 Millionen Euro“ fließen sollen. Erfolgen soll ab Mitte 2011 ein Abriss bis auf die Gründungspfähle, auf denen der Altbau ruht. Die müssen gekürzt werden, damit auf neuen Fundamenten drei Verkaufs- und drei Parkgeschosse entstehen können. Das neue Gebäude soll 16,50 Meter aus dem Boden ragen, damit etwa so hoch sein wie der Altbau.

Bergan sollen die Kunden dann nicht mehr bis zum Eingang laufen müssen, auch die Ampel am Ende der Lippestraße soll tunlichst verschwinden. „Wir prüfen, wie das möglich ist“, sagt Stadtbaurat Holger Lohse.

Der Zugang zur Kanalseite erfolgt wie bisher durch das Center, wobei die Besucher künftig den Höhenunterschied per Rolltreppe überwinden müssen. Alternativ soll auch weiterhin ein Weg um das Gebäude herum zur Rückseite führen.

Eine „klare Architektursprache am Ende der Innenstadt“ bescheinigt der Stadtbaurat dem Entwurf mit der dunklen Fassade und einem markanten Glaskubus an der Front zur Bundesstraße.

Eröffnen will Herbert Krämer den Neubau noch im Jahr 2013. Schon im nächsten Frühjahr „wollen wir alles vorliegen haben“, sagt er mit Blick auf die Verhandlungen mit seinen Interessenten. Wenn es denn so kommt, würde diese Nachricht nicht nur beim Investor aus Bergisch-Gladbach für große Erleichterung sorgen.