Hoffnung in der Krise – von Sabine Brendel

Lutz Heuken

Bricht der Euro-Währungsraum zusammen? Das fragen sich nicht nur Bürger, sondern auch diejenigen, die Staaten Geld leihen – zum Beispiel Banken und Versicherer. Diese Sorgen sind ernst zu nehmen, auch wenn sie nicht unbedingt begründet sind.

Jüngst drohte der weltgrößten Volkswirtschaft die Pleite; erst im letzten Moment konnte die USA ihre Zahlungsunfähigkeit abwenden. Die Welt vertraute darauf, dass das Land die Schuldenobergrenze letztlich anhebt– wie so oft. Auch in Europa grassiert die Schuldenkrise. Doch die Pleite droht derzeit höchstens Griechenland. Aber anders als bei den USA zweifeln viele Investoren, dass die Euro-Staaten ihre Probleme in den Griff bekommen. Denn Europa musste – anders als die USA – erst eilig Antikrisenprozeduren schaffen: Der Euro-Rettungsschirm wurde aufgespannt, als Griechenland im Frühjahr 2010 taumelte. Zugleich wird der Wirtschafts- und Stabilitätspakt verschärft, um neue Krisen zu vermeiden. Seit Monaten arbeitet Europa mit Hochdruck daran, den Euro-Raum für Krisen zu rüsten. Dabei rücken die Staaten unerwartet schnell und eng zusammen. Das schien lange undenkbar. Und gibt trotz aller Sorgen Hoffnung.