HipHop für Profis

Essen. Vor zwei Jahren belegten sie Platz zwei, auch in diesem Jahr treten Dennis Straub und Daniel Gilbers aus Essen wieder bei der HipHop-Weltmeisterschaft in Bremen an. Ihre letzte Probe vor dem Wettkampf gibt's im Video.

Sie sind ein eingespieltes Team. Wenn sich Dennis Straub zurück lehnt, seinen ganzen Körper wie ein Brett in die Horizontale bringt, kann er sich hundertprozentig auf seinen Partner Daniel Gilbers (21) verlassen. Denn der hält seinen Fuß fest, gibt Dennis (20) Halt. Auch wenn die beiden Tänzer noch jung sind, blicken sie auf eine lange, gemeinsame Karriere im Electric Boogie und im HipHop zurück.

Seit zehn Jahren trainieren die beiden gemeinsam in der Tanzschule Lentz in Essen. Wir durften ihre letzte Probe auf Video festhalten. Dennis und Daniel belegten bereits den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Electric Boogie und wurden in diesem Jahr Westdeutsche Meister. 2006 wurden sie bei der Weltmeisterschaft, eben diesen HipHop Days, die bis Sonntag in Bremen stattfinden, Zweite. „Es läuft ziemlich gut“, sagt Dennis nicht ohne Stolz. Auch in diesem Jahr tritt das Team wieder bei den HipHop Days in Bremen an. Weil beide zurzeit eine Ausbildung zum Tanzlehrer machen, Dennis in Essen bei der Tanzschule Lentz und Daniel in Köln, hatten die beiden nur einmal in der Woche Zeit, sich vorzubereiten.

Luis, der Roboter

Auch Luis macht bei den Weltmeisterschaften mit. Der Neunjährige stellt sich in der Kategorie Kids in Electric Boogie, tanzt dabei wie ein Roboter. Seit einem Jahr trainiert Luis erst in der Tanzschule Lentz. „Luis bewegt sich einfach so zur Musik. Schwierigste Moves macht er mühelos nach“, weiß Dennis Straub. Er ist sein Trainer. „Luis ist ein echtes Nachwuchstalent.“

Auch wenn Dennis und Daniel im Gespräch zwar selbstbewusst, aber schüchtern wirken – wenn sie tanzen, sind sie in ihrem Element. Schnelle und präzise Bewegungen, aber auch lässige Posen nimmt man ihnen ab. Ob die Jury das am Sonntag genauso sieht, wird sich zeigen. Denn da muss das NRW-Team ihr Können unter Beweis stellen. „Ob man Erster wird oder Letzter, ist irgendwie pures Glücksspiel“, sagt Dennis Straub. Die Jury sei schwer einzuschätzen. Dennoch wollen die Beiden alles geben, sagt der 20-Jährige. „Mir ist schon ganz schlecht“, gibt er zu und lacht.

 
 

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