Hervest soll schöner werden

Der Spielplatz im Ellerbruchpark soll umgestaltet werden: Landschaftsplanerin Martina Hoff stellt Martin Hollstegge (l) und Dietmar Gayk von der Stadt die Pläne vor.                                        Foto: Franz Meinert
Der Spielplatz im Ellerbruchpark soll umgestaltet werden: Landschaftsplanerin Martina Hoff stellt Martin Hollstegge (l) und Dietmar Gayk von der Stadt die Pläne vor. Foto: Franz Meinert
Foto: WAZ FotoPool

Hervest.. Hervest soll schöner werden. Der Stadtteil ist auffallend grün und ruhig und hat mit den Lippeauen bedeutende Landschaftsräume. So beschreibt die Essener Landschaftsarchitektin Martina Hoff den Stadtteil, den sie für ihr „Spiel- und Freiraumkonzept“ letztes Jahr im Rahmen der „Sozialen Stadt“ untersucht hat. Donnerstag stellte sie ihr Konzept dem Jugendhilfeausschuss vor.

Rund 13 700 Einwohner hat der Stadtteil, auch hier sind die Kinderzahlen rückläufig. Allerdings gibt es Bereiche mit vielen Kindern, vor allem in der Ellerbruchsiedlung. Das Freiraumkonzept schlägt für sie zwei neue Spielplätze vor: am geplanten Jugendtreff auf dem Zechengelände und in der Ellerbruchsiedlung, wo zugleich das Wohnumfeld verbessert werden soll. 14 weitere kleine und größere Spielplätze sollen überarbeitet und vier Plätze rückgebaut werden, weil sie überflüssig sind.

Eine oft gehörte Klage von Jugendlichen im Stadtteil sei, so heißt es im Konzept, dass es keine Treffpunkte für Jugendliche gebe, an denen sie zusammen sein können ohne vertrieben zu werden. Sieben solcher Treffpunkte im Freien sollen nun über den Stadtteil verteilt entstehen; beispielsweise im Harsewinkel, an der Augustaschule und der Zechenbahn.

Aber auch die ältere Generation soll ihre „Spielplätze“ kriegen. Sie heißen „Mehrgenerationenplätze“ und sind an zehn Stellen vorgesehen. Mit wenig Kosten sollen Orte entstehen, die zum Treffen und Quatschen einladen.

Neues Leben dürfte auf den ehemaligen Bolzplatz an der Josefkirche kommen, der vor Jahren nach Beschwerden von Nachbarn geschlossen worden war. Der Platz könnte künftig durch Gruppen und Vereine genutzt werden. Das ist auch für den Glück-Auf-Platz vorgesehen, wo jetzt nur Markt und Parken stattfinden, und das Tierheim im Ellerbruch soll zum Ausflugsziel mit Bewirtung werden.

Dem Ellerbruchpark nebst Tierheim kommt im Spielraumkonzept ohnehin eine besondere Bedeutung zu. Bei der Befragung der Hervester hat sich gezeigt, dass sie ihren Park einerseits als große Grünanlage sehr schätzen, andererseits aber auch ablehnen: Die Wiesen werden als Hundeklo genutzt, es halten sich hier unliebsame Leute auf, das Tierheim wirkt ungepflegt.

Ungepflegt, so das Urteil der Hervester, sind auch die Ortseingänge und hier vor allem die Eisenbahnbrücke über die Halterner Straße. Die Brücke könnte durch Bemalung von den Bürgern selber verschönert werden, die andere Seite der Halterner Straße im Osten könnte was Grünes vertragen. Dazu könnten an einigen markanten Punkten „Lippe- und Wengetore“ aufgestellt werden, die auch Wanderern und Radfahrern Orientierung geben, die demnächst über neue Radwegeverbindungen ihren Weg nach und durch Hervest finden.

Wollte man alle Ideen umsetzen, müsste man gut eineinhalb Millionen Euro in die Hand nehmen. Weil das nicht geht, sind die einzelnen Projekte nach Priorität eingestuft. Mittel dafür sind im Projekt „Soziale Stadt“ vorgesehen.

Das Konzept soll demnächst in Ausschüssen und im Rat verabschiedet werden. Mit der Umsetzung soll im nächsten Jahr begonnen werden.

 
 

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