Heimat aus der Sicht von Kindern

Foto: WR

Lüdenscheid.. „Wir haben sogar schon eine Anfrage bekommen, ob man die Fotos auch käuflich erwerben kann.“ Großes Lob heimsten am Dienstag 16 Kinder der Westschule, allesamt am „Kultur und Schule“-Projekt „Heimat ist mehr als ein Ort“ beteiligt, bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Optikfachgeschäft „Optik Mühlenberg“ für ihre stimmungsvollen Fotoarbeiten ein.

Gemeinsam mit ihrer Projektleiterin Christina Appelt, die sich mit den Drittklässlern seit September vergangenen Jahres auf unterschiedlichste Weise mit dem Heimatbegriff auseinandersetzt, stellen die Kinder die Fotografien – mit analoger und digitaler Kamera „geschossen“ – als reizvolles Teilergebnis ihres spannenden Projekts aus.

Vier Wochen bleiben die Fotografien vor Ort, schmücken die Schaufenster und setzen im Innenraum stimmungsvolle Akzente. Großformate, Fotowände mit vielen kleinen Motiven und hübsche Hingucker, sprich Laternen mit fotografischem Innenleben, sind entstanden.

Anfrage von Kaufinteressenten

Dass die Frage kam, ob die Fotos käuflich zu erwerben sind, freut Christina Appelt sehr. Ist die Frage doch ein Zeichen, wie gut die Fotoarbeiten gefallen. Durch freundschaftliche Beziehungen kam die imposante Ausstellung im Optikfachgeschäft in der Altstadt zustande. An Yasmine Schmitz und Uta Krick ging Christina Appelts Dank.

Für ihr Projekt, das in drei große Abschnitte untergliedert ist, waren die Kinder zuletzt mit Weitwinkel und Makro auf dem Schulhof unterwegs, um reizvolle Motive und ungewöhnliche Perspektiven zu finden. Herbstlaub in bunten Farben, Spielgeräte, den Untergrund in Nahaufnahme und vieles mehr hielten sie bei ihrer Motivsuche mit der Kamera fest. Verblüffende, persönliche Sichtweisen der Westschule kamen dabei heraus.

Zu sehen sind in der Ausstellung ferner die selbst gebauten Lochbildkameras und die mit ihnen gefertigten Bilder. Obendrein lassen die Jungen und Mädchen aus der 3a und 3b, die gemeinsam die Arbeitsgruppe bilden, in Texten wissen, was für sie Heimat ist und was sie mit Heimat verbinden.

„Für mich ist Heimat der Ort, wo ich geboren wurde und wo ich mich wohl fühle“, heißt es da. Flaggen, ein gemalter Schneemann, ein Pferd oder was sonst zur Umschreibung von Heimat wichtig erscheint, ergänzen das geschriebene Wort.

Nächster Teil: „Verwurzelung“

Mit der Ausstellung ist gleichsam der erste Teil des vom Land geförderten Projekts – „Meine Stadt, in der ich lebe“ überschrieben – abgeschlossen. Nach dem „Verorten“, um das es dabei ging, setzen sich die Kinder jetzt mit dem „Verwurzeln“ auseinander. „Wo hat meine Familie ihre Wurzeln? Wie trage ich meine Heimat in mir?“, sind Fragen, um die es geht.

 
 

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