Handel leidet unter den Leerständen

Christian Thunig
Christian Thunig
Foto: Thunig, Christian

Halver.. Die zahlreichen Leerstände in der Halveraner Innenstadt machen vor allem den verbliebenen Einzelhändlern Sorge. Das geht aus den ersten Antworten auf eine Umfrage hervor, die Christian Thunig, 2. Vorsitzender der Initiative Pro Halver, vor gut einer Woche gestartet hat. Per Rund-Mail hatte er alle „Bewohner“ des Internet-Auftritts „Kaufhaus Halver“ angeschrieben – etwa 50 Geschäfts- und Firmeninhaber. Rund ein Dutzend Reaktionen hat Thunig inzwischen erhalten, einige davon mündlich.

Frequenz
ist rückläufig

Das Fazit: Fast alle beklagen die zahlreichen Leerstände in der Innenstadt und die damit einhergehende rückläufige Kundenfrequenz. Der Tenor: „Die Frequenz in Halver ist im Moment schwach.“ Allerdings liefern einige der Händler eine mögliche Erklärung gleich mit: Der Januar sei traditionell kein guter Monat für den Einzelhandel. In diesem Jahr kam noch das Schneeproblem hinzu, dass die Parkplatzsituation in der Innenstadt stark beeinträchtigt habe. Überhaupt wird die Park- und Verkehrssituation, vor allem in der Frankfurter Straße, von vielen sehr kritisch gesehen.

Die Stimmung der Einzelhändler, die bisher auf die Umfrage geantwortet haben, fasst Christian Thunig so zusammen: „Das Niveau der Innenstadt hat sich deutlich verschlechtert.“ Dies hätten mehrere Händler explizit angegeben. Allerdings habe es auch Stimmen gegeben, die durchaus zufrieden seien. Viele Bereiche seien eben sehr branchenspezifisch geprägt. In manchen Bereichen gebe es starke Konkurrenz durch das Internet und den online-Handel, bei anderen seien es eher die Zentren in der Nachbarschaft bis hin zum CentrO in Oberhausen. Um sich ein umfassendes Bild machen zu können, wünscht sich Christian Thunig „noch mehr Äußerungen, gerade aus der Frankfurter Straße“.

Auch Kunden sollen
noch befragt werden

Entstanden ist die Umfrage auch auf Betreiben des Vereins „Naturbühne Alter Markt“. Dort waren erste kritische Stimmen laut geworden. „Was kann man tun?“, fragte sich Christian Thunig. Und um nicht aufs Geratewohl irgendwas zu initiieren, hat er zunächst die Umfrage unter den Geschäftsleuten gestartet. Thunig: „Wir wollen aber auch noch eine Kundenumfrage machen.“ Dazu sollen dann Fragebögen in den unterschiedlichsten Geschäften ausliegen. Auch ein online-Fragebogen ist angedacht.

 
 

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