Hamburger Spiegel-Gruppe rechnet 2011 mit Umsatzplus

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Hamburg (dapd). Die Spiegel-Verlagsgruppe erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen leicht gestiegenen Umsatz. Er rechne mit einem Umsatz von etwa 325 Millionen Euro, sagte Geschäftsführer Ove Saffe am Mittwoch in Hamburg. 2010 hatte das Unternehmen knapp 320 Millionen Euro umgesetzt. Die Umsatzrendite werde "auch in diesem Jahr zweistellig ausfallen". Saffe beurteilt die weitere Entwicklung allerdings vorsichtig und hält angesichts der Euro-Krise einen Umsatzrückgang im kommenden Jahr für möglich.

Der Verlag gab die Zahlen wegen der Vorstellung des neuen Spiegel-Gebäudes in Hamburg nicht wie üblich erst zum Jahresende bekannt. Mit 30.000 Quadratmetern auf 13 Stockwerken bietet das neue Haus Platz für die mehr als 1.100 Mitarbeiter aller Geschäftsbereiche des Unternehmens.

Projektmanager Klaus Troldburg vom für den Entwurf des Gebäudes verantwortlichen Architekturbüro sagte, die markante Glasfassade solle ein "großes Fenster zur Stadt sein". Die Hamburger und die Spiegel-Mitarbeiter könnten einander sehen und miteinander kommunizieren. Das verglaste Gebäude, das im neu entwickelten Wohn- und Geschäftsviertel HafenCity direkt am Wasser liegt, steht auf einem Sockel in Backsteinoptik. Damit werde die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Hamburg symbolisiert, sagte Troldburg.

Das Gebäude ist den Angaben zufolge nach neuesten Umweltstandards errichtet worden, die Fenster sind dreifach verglast. Die Baukosten wurden auch auf Nachfrage nicht beziffert.

Zu den Plänen für 2012 sagte Geschäftsführer Saffe, das Unternehmen plane eine Ausweitung des sogenannten E-Paper-Geschäfts, den Verkauf von für Computerbildschirme aufbereiteten Printmedien. Ferner werde man die Wissens- und Geschichtssparte erweitern. Zu keinem der beiden Vorhaben nannte Saffe Einzelheiten. Zufrieden zeigte sich Saffe mit der Entwicklung des digitalen Geschäfts. Beflügelt von der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs erreichte die digitale Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" im laufenden Jahr regelmäßig mehr als 20.000 verkaufte Exemplare. Auch die Nachrichtenseite "Spiegel Online" werde 2011 "ein hervorragendes Ergebnis liefern".

Zu der weitverzweigten Unternehmensgruppe gehören neben dem Spiegel-Verlag unter anderem die Spiegel-TV-Gruppe, die Spiegelnet GmbH und die Manager Magazin Verlagsgesellschaft.

dapd