Gut Berentrop steht jetzt unter Denkmalschutz

Gut Berentrop in Neuenrade. Große Teile des Gebäudes werden nach einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg unter Denkmalschutz gestellt. Foto: Uwe Tonscheidt
Gut Berentrop in Neuenrade. Große Teile des Gebäudes werden nach einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg unter Denkmalschutz gestellt. Foto: Uwe Tonscheidt
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Neuenrade.. Das Gut Berentrop in Neuenrade wird unter Denkmalschutz gestellt, nicht komplett, sondern in weiten Teilen. Das sieht ein Vergleich vor, der am Montag vor dem Arnsberger Verwaltungsgericht erzielt wurde.

Das Gut aus dem 18. Jahrhundert in die Denkmalliste aufzunehmen, ist schon seit Jahren ein Anliegen heimischer Denkmalschützer. Mit Sorge sahen sie, wie der Zahn der Zeit am Gebäude nagte, nachdem es nicht mehr aktiv als Ausbildungsstätte genutzt wurde und leer stand.

2004 setzten die Stadt und das zuständige Denkmalamt in Münster den Gebäude -Eigentümer in Kenntnis, dass das Gutsgebäude in die Denkmalliste aufgenommen werden soll, so die Information aus dem Rathaus. Danach tat sich erst einmal wenig. Alle Beteiligten schien klar zu sein, dass der Erhalt des Gebäudes kein einfaches Unterfangen ist. Es wurde nach Nutzungsmöglichkeiten gesucht, bislang erfolglos, berichtet Walter Cordes, im städtischen Bauamt für Denkmalfragen zuständig.

Eigentümer in der Pflicht

Im Februar 2009 beschloss der Hauptausschuss dann nach Nachfrage aus Münster das Gut Berentrop in die Denkmalliste aufzunehmen, war zu erfahren. Dagegen klagte der Eigentümer. Bereits beim Ortstermin vor einigen Wochen habe der Eigentümer seine Probleme mit der Entscheidung geschildert, so die Information.

Der vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg erzielte Vergleich sieht vor, weitere Teile des Gutes aus der Denkmalliste heraus zu nehmen. Bereits beim Denkmalbeschluss hatte man auf einiges verzichtet, so Cordes. Zwei Drittel stünden unter Schutz, ein Drittel nicht, beschrieb Richter Dirk Rauschenberg auf Anfrage beim Arnsberger Verwaltungsgericht den Vergleich. Mit der Einigung sei jetzt entschieden, dass das Gut ein zu schützendes Gebäude ist.

Damit sei der Eigentümer verpflichtet das Denkmal zu erhalten, dabei sei ihm einiges zuzumuten, erläuterte Cordes. Grundsätzlich gebe es auch die Möglichkeit, dass die öffentliche Hand ein Denkmal übernehme. Wie es konkret vor Ort weiter gehe, das sei nicht Gegenstand des Gerichtstermines gewesen. Gestern sei es um die Entscheidung gegangen, „dass das Gut ein Denkmal ist“. Cordes: „Wenn wir ein Gebäude nicht unter Schutz stellen, haben wir keine Chance etwas zum Erhalt beizutragen“. Das sei nun, „mit dem Denkmalschutzgesetz im Rücken“, möglich.

 
 

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