Grundschüler machen mobil gegen Autofahrer

Kim Scholz, die Präsidentin des Schulparlaments der Grundschule Herscheid, zeigt Bilder, auf denen die Autofahrer zu mehr Rücksicht aufgefordert werden. Foto: Andreas Wolf
Kim Scholz, die Präsidentin des Schulparlaments der Grundschule Herscheid, zeigt Bilder, auf denen die Autofahrer zu mehr Rücksicht aufgefordert werden. Foto: Andreas Wolf
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Herscheid. „Wie soll ich bloß die Straße überqueren?“ Dieser Satz steht auf einem Bild, auf dem ein von Autos umringtes Kind versucht, über die Straße zu kommen.

So wie auf diesem Bild stellt sich morgens und mittags die Verkehrssituation im Bereich der Grundschule Herscheid dar: Unzählige Autos auf der Fahrbahn und dem Gehweg behindern und gefährden die Kinder.

Ein Problem, das nicht neu ist, aber jetzt gelöst werden soll. Im Schulparlament, das sich aus den Klassensprechern zusammensetzt, wurden Bilder gemalt, auf denen die Gefahrensituationen aus Sicht der Kinder dargestellt werden – in Schwarz-Weiß, um die Wirkung zu erhöhen.

Autos auf Gehweg behindern Kinder

„Wir wollen die Autofahrer mit unseren Bildern zu mehr Rücksicht auffordern,“ sagt die Präsidentin des Schulparlaments, Kim Scholz.

Häufig würden Kinder morgens verängstigt die Schule erreichen, so Schulleiterin Annerose Nessel. Und auch Eltern hätten sich über die Rücksichtslosighkeit mancher Autofahrer beschwert.

Viele Kinder werden unmittelbar vor die Schule gefahren, obwohl dort Halteverbot gilt. Zudem befinden sich oberhalb und unterhalb der Schule genügend Parkmöglichkeiten. Gemeinsam mit den Kindern hat Konrektorin Britta Schwarze, die im April nach Werdohl gewechselt ist, das Thema angestoßen. Mit dem Ziel, das Verkehrsproblem aus Sicht der Schüler darzustellen und zu lösen.

Dazu soll zunächst eine Informationsveranstaltung für Eltern dienen, die am Donnerstag, 12. Mai, um 20 Uhr in der Aula der Grundschule stattfindet. „Die Kinder werden sich dann in einem Videofilm zu dem Problem äußern und die gefährliche Verkehrssituation aus ihrer Sicht darstellen. Als Schirmherr und Unterstützer ihrer Anliegen haben die Kinder Bürgermeister Uwe Schmalenbach gewonnen. Äußern werden sich an diesem Abend auch Eltern, Lehrer und auch die Polizei, die in bewegten Bildern auf Gefahrensituationen hinweisen wird. Um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen, planen die Schüler auch nach dem Informationsabend verschiedene Aktionen.

 
 

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